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Universale Lichtmuster für Fahrzeuge

20.03.2020

ARRK hat ein Lichtmusterkonzept für Fahrzeuge vorgestellt, das dem menschlichen Auge nachempfunden ist und Automobilherstellern gestalterischen Freiraum lässt.

Den Funktionsprototypen eines Frontends mit Lichttechnik hat ARRK Engineering konzipiert und produziert. (Foto: ARRK Engineering)

Sehen und gesehen werden ist für die Sicherheit im Straßenverkehr essentiell. Bei der Entwicklung von Fahrzeugbeleuchtung steht deshalb die Ausleuchtung der Straße im Vordergrund. Ein weiterer Fokus liegt auf vernetzten Fahrzeugfunktionen und Fahrassistenzsystemen. Diese spielen mittlerweile auch bei der Lichttechnik eine zunehmende Rolle.

Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, hat ARRK Engineering einen Scheinwerfer in unternehmensübergreifender Zusammenarbeit entwickelt. Design und Funktion des Prototypen wurden komplett in Eigenleistung und ohne externe Vorgaben konzeptioniert: Optikdesign, Konstruktion und Fertigung realisierten ausschließlich Ingenieure der Firmengruppe. Neben verbesserter Sicherheit und attraktivem Design standen eine platzsparende Bauweise und die thermische Betriebssicherheit im Fokus.

Bei dem Lichtmusterkonzept sind Scheinwerfer, beleuchtetes Logo und Lichtsignalleiste in ein selbstgefertigtes Frontend integriert und dem menschlichen Auge nachempfunden. Für Automobilhersteller eröffnen sich dadurch besonders im Bereich der Front- und Rückleuchten variantenreiche Ausdrucksformen und vielfältige Möglichkeiten zur optischen Differenzierung von Mitbewerbern.

Konzeption des Demonstrators

Das Projektziel des Ingenieurteams war der Aufbau eines Demonstrators mit der Option, seriennahe Scheinwerferprototypen zu produzieren. Der Demonstrator besteht aus einem Scheinwerfer, in dem prototypische Lichtelemente präsentiert werden sollen; das Lichtmuster ist dabei in seiner Erscheinung dem menschlichen Auge nachempfunden. Zu den Anforderungen an die Lichtfunktion der beiden Scheinwerfer gehörte eine Darstellung von Pupille unten/oben, Augenweiß, Iris und Augenbraue, diese wurde als Abbiegelicht mit Wischfunktion umgesetzt. Auch die Symbolbeleuchtung in Form des Unternehmensschriftzugs und eine Lichtleiste im Kühlergrill zur Fußgängerkommunikation mittels Licht wurden ins Konzept eingebunden. Die LEDs einer Lichtfunktion sind in Reihe geschaltet, weiße und RGB-LED-Streifen sind je 10 mm breit. Jede Lichtfunktion ist mit maximal 21V und maximal 1A anzusteuern.

Scheinwerfer, beleuchtetes Logo und Lichtsignalleiste sind in ein selbstgefertigtes Frontend integriert und dem menschlichen Auge nachempfunden. (Foto: ARRK Engineering)

Konstruktion des Prototypen

Jeder Lichtfunktion des Messemusters sollte ein autarkes Steuergerät zugeordnet werden, um die Leuchten auch einzeln betreiben zu können. Hierfür nutzte ARRK sein modulares BuildRS-System. Insgesamt wurden vier voneinander unabhängige Systeme aufgebaut. Für farbige Show-Effekte sind die Blinker und die Grillbeleuchtung mit RGB-LEDs versehen. Die einzelnen Steuergeräte wurden mit einem CAN-Bus untereinander vernetzt und an einen Controller angeschlossen.

Konzeption direkt durch Lichttechnikspezialisten

Die automobile Lichttechnik bietet viel Potenzial für innovative Entwicklungen. ARRK Engineering geht davon aus, dass es in den nächsten Jahren durch neue Technologien vollkommen neue Lichtkonzepte geben wird, die sowohl in lichttechnischer als auch in fertigungstechnischer Hinsicht große Herausforderungen darstellen. Der Lichtprototyp demonstriere das Potenzial des Unternehmens für lichttechnische Eigenentwicklungen ebenso wie die Fähigkeit, einzelne lichttypische Bauteile zu fertigen und eine seriennahe Endfertigung und Inbetriebnahme inhouse durchzuführen.

www.arrk-engineering.com


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