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Strahlender Schutz

27.04.2021

Auf einen Blick

UV-C-Lösungen werden aufgrund der Corona-Pandemie immer stärker nachgefragt. Die Virenkiller findet man als sogenannte Air Cleaner im Einzelhandel oder in Schulen, fürs Zuhause greift man gerne auf Desinfektionsboxen zurück. Gleichzeitig ist die Unsicherheit bei Verbrauchern und Betreibern groß, da unsachgemäße Verwendung oder falsche Produkte zu Gesundheitsrisiken führen können. Der ZVEI hat ein herstellerneutrales Positionspapier herausgegeben, das auf die Methoden sowie Vor- und Nachteile solcher Geräte eingeht.

Seit Jahrzehnten wird UV-C­-Strahlung erfolgreich zum Abtöten von Krankheitserregern, etwa zur Trinkwasserdesinfektion, eingesetzt. Auch zur Bekämpfung der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie kann UV-C unter Einhaltung der gültigen Sicherheitsnormen und Vorschriften einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei ist die Entkeimung von Luft und Oberflächen wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen. Zum Einsatz kommen je nach Anwendungsgebiet verschiedene Strahlungsquellen: UV-C­-Niederdruckstrahler, Excimerstrahler oder UV-C­-LED. Die starke Nachfrage nach UV-C­-Geräten, sei es im Einzelhandel, in Schulen oder bei Verbrauchern, führt auch zu einer hohen Unsicherheit. Denn UV-C-Strahlung kann bei unsachgemäßer Verwendung oder beim Einsatz falscher bzw. ungeprüfter Produkte schädigend auf Mensch, Umwelt und Material wirken.

Um Risiken zu vermeiden und eine maximale Wirkung zu erreichen, rät der ZVEI zur fachkundigen Begleitung in der Planung und Installation der Geräte. Welche verschiedenen Methoden der Reinigung mittels UV-C­-Strahlung bestehen und wo die Vor- und Nachteile liegen, hat der ZVEI herstellerneutral in einem Positionspapier zusammengefasst. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Produktneuheiten, erste Anwendungen in der Praxis und weitere Hintergrundinformationen vor.

Infektionsschutz in Klassenräumen

Mit den verschiedenen »AirCleaner«-Modellen bietet der Spezialist für innovative Systeme zur Abluftreinigung, die uviblox GmbH aus Berlin, eine Serie von Luftreinigern für unterschiedliche Einsatzbereiche. Alle Modelle arbeiten nach dem gleichen Prinzip: in einem stabilen, kompakten Gehäuse befinden sich ein Lüfter und ein UV-C­-Strahler. Die Umgebungsluft wird kontinuierlich angesaugt, durch das Gehäuse geleitet, in seinem Inneren durch Bestrahlung dekontaminiert und gereinigt wieder an die Umgebung abgegeben. Das Modell »uviblox AirCleaner UVC80« besteht aus einem optisch ansprechenden Zylinder aus matt geschliffenem oder auf Wunsch in RAL-Farben lackiertem Edelstahl. Mit einer Gesamthöhe von 103,5 cm und einer Stromzuleitung mit 3 m Kabellänge kann der »AirCleaner UVC80« zum Beispiel in Klassenräumen zwischen einzelnen Plätzen oder auch am Rand von Sitzreihen flexibel aufgestellt werden. Die Luft wird so in Atemhöhe angesaugt und kann über verstellbare Leitbleche nach der Desinfektion gezielt im Raum verteilt werden.

Der »uviblox AirCleaner UVC80« besteht aus einem optisch ansprechenden Zylinder aus Edelstahl. Sein Geräuschpegel entspricht dem eines normalen Zimmerventilators. Andere Modelle aus der Reihe sind noch leiser. (Foto: uviblox)

»Der Lüfter ist so konstruiert, dass er trotz einer Umwälzrate von 80 m³ pro Stunde lediglich einen Geräuschpegel von 40 dB erzeugt. Das entspricht einem normalen Zimmerventilator und wird in Klassenräumen oder gewöhnlichen Büroräumen kaum wahrgenommen«, erklärt Johannes Münz, Vertriebsingenieur der uviblox GmbH. Der kleinere »uviblox AirCleaner UVC40 desk« ist bei geringerem Luftdurchsatz noch leiser und eignet sich zur Aufstellung im direkten Arbeitsumfeld. Der deutlich leistungsstärkere »uviblox AirCleaner UVC120« wird in Gastronomie oder Verkaufsräumen eingesetzt. In einem Referenzprojekt wurde eine Hamburger Klimaschule mit insgesamt 35 »AirCleaner«- Geräten ausgerüstet.

Erste Kitas setzen auf UV-C

In Hamburg wurden Mitte Februar eine Kita und eine Krippe mit neu entwickelten UV-C­-Geräten ausgestattet, die virushaltige Aerosole binnen Sekunden unschädlich machen sollen. Damit greift der Träger »Schmuddelkinder e.V.« als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland zu dieser Maßnahme. Die dort installierten »AC­-585«-Modelle wurden von der Hamburger Firma KMLS konzipiert und Ende 2020 auf den Markt gebracht. Sebastian Wersig, Experte für Raumluftdesinfektion bei KMLS, erklärt: »Insbesondere in Innenräumen, die über keine maschinelle Lüftung verfügen, stellt der Air Cleaner eine zuverlässige Stand-Alone-Lösung dar, bei der keinerlei UV-C­-Strahlung nach außen treten kann.«

In einer Hamburger Kita und Krippe wurden Mitte Februar neu entwickelte UV-C-Geräte für die Raumluftdesinfektion eingesetzt. (Foto: KMLS)

Zuvor wurden die Räumlichkeiten durch das zertifizierte Fachunternehmen analysiert, um die genaue Anzahl an Luftreinigern für das benötigte Raumluftvolumen zu bestimmen. Diese UV-C­-Geräte lassen sich an der Wand oder Decke montieren. Das Produkt saugt die Luft ein und deaktiviert mittels der UV-C­-Strahlen im Gehäuse die Viren und Bakterien, bevor die saubere Luft wieder in den Raum gelassen wird.

Leider stehen einige gesetzliche wie bürokratische Hürden der großflächigen Verwendung von UV-C­-Geräten in Kitas und Schulen im Weg. Insbesondere bei diesen öffentlichen Einrichtungen scheitert es noch an der Finanzierung, denn die Länder wollen bisher nicht für die Kosten aufkommen. Es gibt daher schon einzelne Schulen, die selbstständig die Aufwendungen der Geräte und deren Installation übernehmen wollen.

Attraktives Finanzierungsmodell

BÄRO gehört zu den führenden Spezialisten in den Bereichen Retail Lighting und Clean Air Technologies. Bereits seit 1994 bietet das Unternehmen Lösungen für die Entkeimung von Luft und Oberflächen durch UV-C­-Technologie an. Mit den vielseitigen Modellen der Produktreihen »AirCom«, »AirCom Pro« oder »AirStream« ist die Technologie nahezu überall einsetzbar. Neben sorgfältig konzipierten Entkeimungssystemen bietet BÄRO den Kunden ein attraktives Finanzierungsmodell an. Mit einer Finanzierung über die MMV Leasing können die Kunden bequem und liquiditätsschonend in saubere Luft investieren. Die Investition wird innerhalb des gewählten Nutzungszeitraums auf die Monatsraten verteilt. Durch transparente Vertragsmodelle sind alle Kosten bekannt, der Kunde hat somit eine verlässliche Kalkulationsgrundlage über die gesamte Laufzeit.

Desinfektionsbox für zu Hause

Signify erweitert sein UV-C­-Portfolio für Verbraucher mit der Einführung der Philips UV-C­-Desinfektionsbox für kleine Gegenstände. Die Desinfektionsbox ist mit UV-C-Lampen von Philips ausgestattet und kann SARS-CoV-2 auf Oberflächen um mehr als 99 % auf ein Niveau unterhalb der Nachweisgrenze inaktivieren. Sie bietet damit eine einfache und wirksame Möglichkeit, Gegenstände wie Schlüssel, ­Handys, Spielzeug und Haushaltsgegenstände zu desinfizieren. Das übersichtliche digitale Display bietet eine intuitive Steuerung mit vier Funktionen. Daneben gibt es eine Aufbewahrungsfunktion für Gegenstände, die im Alltag zu Hause regelmäßig genutzt werden.

Die zusätzliche Schutzfunktion der UV-C-Desinfektionsbox von Philips schaltet das Gerät automatisch ab, wenn der Deckel geöffnet wird. UV-C-Strahlen dringen nicht nach außen. (Foto: Signify)

Werden Gegenstände nach Gebrauch in der Box verwahrt, werden sie automatisch alle zwei Stunden desinfiziert. Eventuelle Feuchtigkeit auf Objekten kann mit der Trockenfunktion entfernt werden. Die Philips UV-C-Desinfektionsbox verfügt über einen Innenraum aus reflektierendem Edelstahl, der so konzipiert ist, dass jede Objektoberfläche erreicht wird, unabhängig von der Lage und Position des Gegenstandes in der Box. Die eingebauten Sensoren schalten das Gerät automatisch ab, wenn der Deckel geöffnet wird. Dies verhindert, dass jegliche UV-C-Strahlung nach außen dringt.

Dezentes Design

Die »UV-C-Sterilon Flow« von Lena Lighting soll über ihr ultraviolettes Licht 99,9 % der Viren, Bakterien und Pilze neutralisieren. Je nach Ausführung und Leistungsstufe kann die freistehende Leuchte für die Luftdesinfektion ebenso wie für die direkte Oberflächendesinfektion in eine oder zwei Richtungen eingesetzt werden. Das Gerät besitzt eine schlanke Form (160x160x724 mm), ihr weiß matt lackiertes Gehäuse und das Silber verzinkte, perforierte Frontgitter wirken dezent. Das Frontgitter verhindert das Ausdringen der UV-C-Strahlung in den Raum. Das maximale Raumvolumen des desinfizierten Raums während der Durchflussdesinfektion beträgt bei der einseitigen 72W-Ausführung ca. 75 m3 , bei der zweiseitigen 144W-Ausführung ca. 120 m3 . Damit eignet sich »UV-C-Sterilon Flow« insbesondere für die Desinfektion von Arztpraxen, Friseursalons, Hotels, Wartebereichen in Kliniken oder Büroräumen.

»UV-C Sterilon Flow« eignet sich für die Desinfektion z. B. von Arztpraxen, Friseursalons oder Hotels. Ihre schlanke Form und das weiß matt lackierte Gehäuse wirken unaufdringlich und dezent. (Foto: Lena Lighting)

Im ECO-Modus können durch die Einstellung der Lüfterdrehzahl der Luftdurchfluss und die damit verbundenen Betriebsgeräusche wesentlich reduziert werden. Die UV-C-Wellenlänge beträgt 253,7 nm und der Dichtheitsgrad IP20. Der Bestrahlungsbereich für die direkte Desinfektion aus einer Entfernung von 1 m beträgt 7 m2 bzw. 2×7 m2 , dafür muss das Frontgitter entfernt und das Gerät direkt auf die zu bestrahlende Fläche gerichtet werden.

Spezialist für gesundes Raumklima

Als Mitglied der True Presence-Sensorfamilie von Steinel liefert der »Multisensor Aerosol KNX« zuverlässig Daten zur Luftqualität sowie Helligkeits- und Temperaturwerte eines Raumes. Der Deckensensor wird über die KNX-Schnittstelle in ein Gebäudemanagement-System eingebunden und liefert diesem wichtige Zusatzinformationen. Damit schafft der Sensor die Voraussetzungen für ein gesundes Raumklima und konzentriertes Arbeiten, z. B. in Klassenräumen oder Büros. Konzipiert für den Einsatz im Innenbereich misst der »Multisensor Aerosol KNX« ohne True Presence-Erkennung die Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck, flüchtige organische Verbindungen (VOC), den CO2-Gehalt sowie die Helligkeit in einem Raum.

Der »Multisensor Aerosol KNX« misst verschiedene Raumparameter. Die Ergebnisse können einzeln oder als kombinierter Infektionsrisikowert digital ausgegeben und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas eingeleitet werden. (Foto: KNX)

UV-LEDs neu im Portfolio

Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH bietet UV-LEDs von seinem langjährigen Lieferanten Everlight an. Das UV-A-Portfolio umfasst sieben verschiedene Varianten. Der Wellenlängenbereich geht von 365 bis 410 nm. Die »ELUA2016« mit einem Abstrahlwinkel von 120° gibt es mit den Leistungsaufnahmen 0,5 W, 0,8 W und 1,8 W, mit mehreren Package Optionen von 2016, 3535 und 4545. Für die Luftfilterung und Desodorierung werden UV-A-LEDs bei z.B. Luftreinigungen in Küchen und Klimageräten eingesetzt.

Die Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH bietet UV-LEDs seines langjährigen Lieferanten Everlight an. (Foto: Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH)

Everlight bietet die UV-C LED »ELUC3535« mit einer Leistungsaufnahme von 1 W mit einem Abstrahlwinkel von 120° zur Sterilisation und Desinfektion an. Die Wellenlänge 275 nm benötigt 1200 mal weniger Dosierung im Vergleich zur UV-A mit 405 nm, um die gleiche Verringerung der Bakterien, Keime und Viren zu erreichen.

Weitere Informationen:

ZVEI Positionspapier

Adressen:

www.bäro.com
www.endrich.com
www.kmls.de
www.lenalighting.de
www.signify.com
www.steinel.de
www.uviblox.com/de


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Strahlender Schutz

27.04.2021

Auf einen Blick

UV-C-Lösungen werden aufgrund der Corona-Pandemie immer stärker nachgefragt. Die Virenkiller findet man als sogenannte Air Cleaner im Einzelhandel oder in Schulen, fürs Zuhause greift man gerne auf Desinfektionsboxen zurück. Gleichzeitig ist die Unsicherheit bei Verbrauchern und Betreibern groß, da unsachgemäße Verwendung oder falsche Produkte zu Gesundheitsrisiken führen können. Der ZVEI hat ein herstellerneutrales Positionspapier herausgegeben, das auf die Methoden sowie Vor- und Nachteile solcher Geräte eingeht.

Seit Jahrzehnten wird UV-C­-Strahlung erfolgreich zum Abtöten von Krankheitserregern, etwa zur Trinkwasserdesinfektion, eingesetzt. Auch zur Bekämpfung der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie kann UV-C unter Einhaltung der gültigen Sicherheitsnormen und Vorschriften einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei ist die Entkeimung von Luft und Oberflächen wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen. Zum Einsatz kommen je nach Anwendungsgebiet verschiedene Strahlungsquellen: UV-C­-Niederdruckstrahler, Excimerstrahler oder UV-C­-LED. Die starke Nachfrage nach UV-C­-Geräten, sei es im Einzelhandel, in Schulen oder bei Verbrauchern, führt auch zu einer hohen Unsicherheit. Denn UV-C-Strahlung kann bei unsachgemäßer Verwendung oder beim Einsatz falscher bzw. ungeprüfter Produkte schädigend auf Mensch, Umwelt und Material wirken.

Um Risiken zu vermeiden und eine maximale Wirkung zu erreichen, rät der ZVEI zur fachkundigen Begleitung in der Planung und Installation der Geräte. Welche verschiedenen Methoden der Reinigung mittels UV-C­-Strahlung bestehen und wo die Vor- und Nachteile liegen, hat der ZVEI herstellerneutral in einem Positionspapier zusammengefasst. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Produktneuheiten, erste Anwendungen in der Praxis und weitere Hintergrundinformationen vor.

Infektionsschutz in Klassenräumen

Mit den verschiedenen »AirCleaner«-Modellen bietet der Spezialist für innovative Systeme zur Abluftreinigung, die uviblox GmbH aus Berlin, eine Serie von Luftreinigern für unterschiedliche Einsatzbereiche. Alle Modelle arbeiten nach dem gleichen Prinzip: in einem stabilen, kompakten Gehäuse befinden sich ein Lüfter und ein UV-C­-Strahler. Die Umgebungsluft wird kontinuierlich angesaugt, durch das Gehäuse geleitet, in seinem Inneren durch Bestrahlung dekontaminiert und gereinigt wieder an die Umgebung abgegeben. Das Modell »uviblox AirCleaner UVC80« besteht aus einem optisch ansprechenden Zylinder aus matt geschliffenem oder auf Wunsch in RAL-Farben lackiertem Edelstahl. Mit einer Gesamthöhe von 103,5 cm und einer Stromzuleitung mit 3 m Kabellänge kann der »AirCleaner UVC80« zum Beispiel in Klassenräumen zwischen einzelnen Plätzen oder auch am Rand von Sitzreihen flexibel aufgestellt werden. Die Luft wird so in Atemhöhe angesaugt und kann über verstellbare Leitbleche nach der Desinfektion gezielt im Raum verteilt werden.

Der »uviblox AirCleaner UVC80« besteht aus einem optisch ansprechenden Zylinder aus Edelstahl. Sein Geräuschpegel entspricht dem eines normalen Zimmerventilators. Andere Modelle aus der Reihe sind noch leiser. (Foto: uviblox)

»Der Lüfter ist so konstruiert, dass er trotz einer Umwälzrate von 80 m³ pro Stunde lediglich einen Geräuschpegel von 40 dB erzeugt. Das entspricht einem normalen Zimmerventilator und wird in Klassenräumen oder gewöhnlichen Büroräumen kaum wahrgenommen«, erklärt Johannes Münz, Vertriebsingenieur der uviblox GmbH. Der kleinere »uviblox AirCleaner UVC40 desk« ist bei geringerem Luftdurchsatz noch leiser und eignet sich zur Aufstellung im direkten Arbeitsumfeld. Der deutlich leistungsstärkere »uviblox AirCleaner UVC120« wird in Gastronomie oder Verkaufsräumen eingesetzt. In einem Referenzprojekt wurde eine Hamburger Klimaschule mit insgesamt 35 »AirCleaner«- Geräten ausgerüstet.

Erste Kitas setzen auf UV-C

In Hamburg wurden Mitte Februar eine Kita und eine Krippe mit neu entwickelten UV-C­-Geräten ausgestattet, die virushaltige Aerosole binnen Sekunden unschädlich machen sollen. Damit greift der Träger »Schmuddelkinder e.V.« als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland zu dieser Maßnahme. Die dort installierten »AC­-585«-Modelle wurden von der Hamburger Firma KMLS konzipiert und Ende 2020 auf den Markt gebracht. Sebastian Wersig, Experte für Raumluftdesinfektion bei KMLS, erklärt: »Insbesondere in Innenräumen, die über keine maschinelle Lüftung verfügen, stellt der Air Cleaner eine zuverlässige Stand-Alone-Lösung dar, bei der keinerlei UV-C­-Strahlung nach außen treten kann.«

In einer Hamburger Kita und Krippe wurden Mitte Februar neu entwickelte UV-C-Geräte für die Raumluftdesinfektion eingesetzt. (Foto: KMLS)

Zuvor wurden die Räumlichkeiten durch das zertifizierte Fachunternehmen analysiert, um die genaue Anzahl an Luftreinigern für das benötigte Raumluftvolumen zu bestimmen. Diese UV-C­-Geräte lassen sich an der Wand oder Decke montieren. Das Produkt saugt die Luft ein und deaktiviert mittels der UV-C­-Strahlen im Gehäuse die Viren und Bakterien, bevor die saubere Luft wieder in den Raum gelassen wird.

Leider stehen einige gesetzliche wie bürokratische Hürden der großflächigen Verwendung von UV-C­-Geräten in Kitas und Schulen im Weg. Insbesondere bei diesen öffentlichen Einrichtungen scheitert es noch an der Finanzierung, denn die Länder wollen bisher nicht für die Kosten aufkommen. Es gibt daher schon einzelne Schulen, die selbstständig die Aufwendungen der Geräte und deren Installation übernehmen wollen.

Attraktives Finanzierungsmodell

BÄRO gehört zu den führenden Spezialisten in den Bereichen Retail Lighting und Clean Air Technologies. Bereits seit 1994 bietet das Unternehmen Lösungen für die Entkeimung von Luft und Oberflächen durch UV-C­-Technologie an. Mit den vielseitigen Modellen der Produktreihen »AirCom«, »AirCom Pro« oder »AirStream« ist die Technologie nahezu überall einsetzbar. Neben sorgfältig konzipierten Entkeimungssystemen bietet BÄRO den Kunden ein attraktives Finanzierungsmodell an. Mit einer Finanzierung über die MMV Leasing können die Kunden bequem und liquiditätsschonend in saubere Luft investieren. Die Investition wird innerhalb des gewählten Nutzungszeitraums auf die Monatsraten verteilt. Durch transparente Vertragsmodelle sind alle Kosten bekannt, der Kunde hat somit eine verlässliche Kalkulationsgrundlage über die gesamte Laufzeit.

Desinfektionsbox für zu Hause

Signify erweitert sein UV-C­-Portfolio für Verbraucher mit der Einführung der Philips UV-C­-Desinfektionsbox für kleine Gegenstände. Die Desinfektionsbox ist mit UV-C-Lampen von Philips ausgestattet und kann SARS-CoV-2 auf Oberflächen um mehr als 99 % auf ein Niveau unterhalb der Nachweisgrenze inaktivieren. Sie bietet damit eine einfache und wirksame Möglichkeit, Gegenstände wie Schlüssel, ­Handys, Spielzeug und Haushaltsgegenstände zu desinfizieren. Das übersichtliche digitale Display bietet eine intuitive Steuerung mit vier Funktionen. Daneben gibt es eine Aufbewahrungsfunktion für Gegenstände, die im Alltag zu Hause regelmäßig genutzt werden.

Die zusätzliche Schutzfunktion der UV-C-Desinfektionsbox von Philips schaltet das Gerät automatisch ab, wenn der Deckel geöffnet wird. UV-C-Strahlen dringen nicht nach außen. (Foto: Signify)

Werden Gegenstände nach Gebrauch in der Box verwahrt, werden sie automatisch alle zwei Stunden desinfiziert. Eventuelle Feuchtigkeit auf Objekten kann mit der Trockenfunktion entfernt werden. Die Philips UV-C-Desinfektionsbox verfügt über einen Innenraum aus reflektierendem Edelstahl, der so konzipiert ist, dass jede Objektoberfläche erreicht wird, unabhängig von der Lage und Position des Gegenstandes in der Box. Die eingebauten Sensoren schalten das Gerät automatisch ab, wenn der Deckel geöffnet wird. Dies verhindert, dass jegliche UV-C-Strahlung nach außen dringt.

Dezentes Design

Die »UV-C-Sterilon Flow« von Lena Lighting soll über ihr ultraviolettes Licht 99,9 % der Viren, Bakterien und Pilze neutralisieren. Je nach Ausführung und Leistungsstufe kann die freistehende Leuchte für die Luftdesinfektion ebenso wie für die direkte Oberflächendesinfektion in eine oder zwei Richtungen eingesetzt werden. Das Gerät besitzt eine schlanke Form (160x160x724 mm), ihr weiß matt lackiertes Gehäuse und das Silber verzinkte, perforierte Frontgitter wirken dezent. Das Frontgitter verhindert das Ausdringen der UV-C-Strahlung in den Raum. Das maximale Raumvolumen des desinfizierten Raums während der Durchflussdesinfektion beträgt bei der einseitigen 72W-Ausführung ca. 75 m3 , bei der zweiseitigen 144W-Ausführung ca. 120 m3 . Damit eignet sich »UV-C-Sterilon Flow« insbesondere für die Desinfektion von Arztpraxen, Friseursalons, Hotels, Wartebereichen in Kliniken oder Büroräumen.

»UV-C Sterilon Flow« eignet sich für die Desinfektion z. B. von Arztpraxen, Friseursalons oder Hotels. Ihre schlanke Form und das weiß matt lackierte Gehäuse wirken unaufdringlich und dezent. (Foto: Lena Lighting)

Im ECO-Modus können durch die Einstellung der Lüfterdrehzahl der Luftdurchfluss und die damit verbundenen Betriebsgeräusche wesentlich reduziert werden. Die UV-C-Wellenlänge beträgt 253,7 nm und der Dichtheitsgrad IP20. Der Bestrahlungsbereich für die direkte Desinfektion aus einer Entfernung von 1 m beträgt 7 m2 bzw. 2×7 m2 , dafür muss das Frontgitter entfernt und das Gerät direkt auf die zu bestrahlende Fläche gerichtet werden.

Spezialist für gesundes Raumklima

Als Mitglied der True Presence-Sensorfamilie von Steinel liefert der »Multisensor Aerosol KNX« zuverlässig Daten zur Luftqualität sowie Helligkeits- und Temperaturwerte eines Raumes. Der Deckensensor wird über die KNX-Schnittstelle in ein Gebäudemanagement-System eingebunden und liefert diesem wichtige Zusatzinformationen. Damit schafft der Sensor die Voraussetzungen für ein gesundes Raumklima und konzentriertes Arbeiten, z. B. in Klassenräumen oder Büros. Konzipiert für den Einsatz im Innenbereich misst der »Multisensor Aerosol KNX« ohne True Presence-Erkennung die Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, den Luftdruck, flüchtige organische Verbindungen (VOC), den CO2-Gehalt sowie die Helligkeit in einem Raum.

Der »Multisensor Aerosol KNX« misst verschiedene Raumparameter. Die Ergebnisse können einzeln oder als kombinierter Infektionsrisikowert digital ausgegeben und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas eingeleitet werden. (Foto: KNX)

UV-LEDs neu im Portfolio

Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH bietet UV-LEDs von seinem langjährigen Lieferanten Everlight an. Das UV-A-Portfolio umfasst sieben verschiedene Varianten. Der Wellenlängenbereich geht von 365 bis 410 nm. Die »ELUA2016« mit einem Abstrahlwinkel von 120° gibt es mit den Leistungsaufnahmen 0,5 W, 0,8 W und 1,8 W, mit mehreren Package Optionen von 2016, 3535 und 4545. Für die Luftfilterung und Desodorierung werden UV-A-LEDs bei z.B. Luftreinigungen in Küchen und Klimageräten eingesetzt.

Die Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH bietet UV-LEDs seines langjährigen Lieferanten Everlight an. (Foto: Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH)

Everlight bietet die UV-C LED »ELUC3535« mit einer Leistungsaufnahme von 1 W mit einem Abstrahlwinkel von 120° zur Sterilisation und Desinfektion an. Die Wellenlänge 275 nm benötigt 1200 mal weniger Dosierung im Vergleich zur UV-A mit 405 nm, um die gleiche Verringerung der Bakterien, Keime und Viren zu erreichen.

Weitere Informationen:

ZVEI Positionspapier

Adressen:

www.bäro.com
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www.kmls.de
www.lenalighting.de
www.signify.com
www.steinel.de
www.uviblox.com/de


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