Projekte

Poetischer Kontrapunkt

UniCredit Pavillon in Mailand

Auf einen Blick

Lichtplanerische Idee für den organisch geformten Pavillon der UniCredit Bank in Mailand war es, eine warm leuchtende »Laterne« zwischen verspiegelte Hochhaustürme zu setzen.

Der organisch geformte Pavillon, den Architekt Michele De Lucchi im Auftrag der UniCredit Bank entworfen hat und der in enger Zusammenarbeit mit den Lichtexperten vom Mailänder Büro Gruppo C14 Gestalt angenommen hat, ist innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsmagneten und poetischen Mittelpunkt von Mailands neuem Prestigeviertel Porta Nuova avanciert. LED-Lichtwerkzeuge von Erco illuminieren Fassade und Innenräume des multifunktionalen Gebäudes, in dem Meetings und Konferenzen der Bank, aber auch der Öffentlichkeit zugängliche Konzerte, Theateraufführungen oder Ausstellungen stattfinden.

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Die organisch geformte Struktur des Pavillons aus Holz und Glas erinnert an die Form eines Kiesels oder Samenkorns. Sie setzt damit einen Kontrapunkt zu den verspiegelten Hochhaustürmen an der Piazza Gae Aulenti. Der Büroturm der UniCredit Bank, der Torre UniCredit, ragt hier als markantestes Element der  Mailänder Skyline  218 Meter in den Himmel.

Die vertikale Holzrippenkonstruktion des Pavillons mit horizontal eingespannten Lärchenholzlamellen umfasst einen verglasten Kern mit Auditorium im Erdgeschoss, Galerie im Zwischengeschoss und Lounge unter dem abgerundeten Dach. Nicht nur seine organische Form und das natürliche Baumaterial, auch das warmweiße Licht mit 3.000 K, das für die gesamte Innen- und Außenbeleuchtung des Pavillons gewählt wurde, heben den Bau von der angrenzenden Hightech-Architektur bewusst ab.

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Um die Idee einer weithin sichtbaren, warm leuchtenden, begehbaren »Laterne« Realität werden zu lassen, entwickelte Lichtprofi Alexander Bellman mit seinem Büro Gruppo C14 gemeinsam mit den Planern vom Studio Michele de Lucchi clevere konstruktive Details: So wurden etwa »Grasshopper«-Scheinwerfer von Erco unsichtbar für das Auge des Betrachters in Aussparungen innerhalb der vertikalen Holzträgerstruktur außen vor der Glasfassade installiert. »Diese wartungsfreien Hochleistungs-Scheinwerfer mit präzise abgestimmter Lichtverteilung wurden auf der gesamten Gebäudehülle zwischen der hölzernen Struktur und der Verglasung innerhalb der horizontalen Holzbalkenstruktur versenkt«, erklärt der Lichtplaner. »Sie beleuchten die Fassade akzentuiert von unten und oben mit sich überschneidenden Lichtkegeln, sodass sich der Eindruck ergibt, die Konstruktion leuchte von innen heraus.«

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Auch im Innenraum entschied man sich für LED-Leuchten von Erco. »Light Board«-Einbaufluter in Warmweiß mit 48W, installiert in den seitlichen Trägern, leuchten die gewölbte Deckenuntersicht des Pavillons mit breitem Lichtkegel aus. Die Wandscheiben, die zurückversetzt von der Glasfassade den Kern des Pavillons auf allen Geschossen umfassen, werden mit Hilfe von deckenintegrierten »Compact«-Linsenwandflutern mit 24W und 32W gleichmäßig hell beleuchtet, sodass auch nachts Einblick in das kleine, aber architektonisch spannungsreiche Gebäude gewährt wird.

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Die Eröffnungsausstellung im neuen Pavillon beispielsweise zeigte siebzig Kunstwerke aus der UniCredit Art Collection. Hier überzeugen LED-Leuchten mit besonders guter Farbwiedergabe. Mit ihren austauschbaren Optiken erlauben »Optec«-Strahler kontrastreiche Akzentuierungen, Flutung von Exponaten, gleichmäßige Beleuchtung von Wänden oder randscharfe Lichtkegel für eindrucksvolle Lichteffekte. »Pollux«-Konturenstrahler setzen präzise Lichtkegel auf Exponate.

Projektinformationen:

Architektur: aMDL Architetto Michele De Lucchi Srl, Mailand (I), www.amdl.it
Lichtplanung: Gruppo C14, Alexander Bellman, Mailand (I), www.gruppoc14.com
Leuchten: Erco GmbH, Lüdenscheid, www.erco.com
Fotos: © Erco GmbH, Fotografie: Dirk Vogel, Dortmund, www.vogel-d.de

 


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