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20. September 2021

Kontrastreiche Lichtfotografie

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Neu erschienen: Der 30. Geschäftsbericht der Zumtobel Group. (Foto: Zumtobel Group)

Es ist in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem in Berlin ansässigen Architekten Francis Kéré entstanden. Auf eindrucksvolle Weise wird die Rolle des natürlichen Lichts in der landestypischen Architektur und im Leben der Menschen im afrikanischen Burkina Faso dokumentiert.

Iwan Baan ist es gelungen, den starken Lichtkontrast in dieser Umgebung – zwischen dem gleißenden Sonnenlicht draußen während des Tages und der völligen Dunkelheit im Inneren der traditionellen Gebäude wie auch nach Einbruch der Nacht – authentisch und auf faszinierende Art und Weise einzufangen. Die grafische Inszenierung der zweiteilig gebundenen Edition realisierte das niederländische Designstudio Haller Brun.

Blick in den Geschäftsbericht (Foto: Zumtobel Group)
Blick in den Geschäftsbericht (Foto: Zumtobel Group)

Sonnenlicht prägt landestypische Architektur

Die besonders starke Qualität der Sonne in dieser Region wird in Bezug auf die uralten Gebäude und in der Art, wie sie den Tagesablauf der Menschen prägt, deutlich. Die Architektur muss sowohl das Sonnenlicht nutzen, um eine Lichtquelle innerhalb eines Gebäudes zu schaffen, als auch gleichzeitig die Bewohner der Häuser vor der Intensität des Lichts – der gleißenden Sonne – schützen. Dies hat zu einer traditionellen Baukunst geführt, die mit sehr wenigen und kleinen Öffnungen arbeitet, was in Folge das Innere eines Gebäudes in ein nahezu Pechschwarz taucht.

Tritt man von einem Extrem ins andere, muss sich das Auge stets zuerst an den harten Kontrast gewöhnen, was Geduld sowie Akzeptanz erfordert und die Beziehung zum Licht zu einer Besonderen werden lässt. Dieser starke Kontrast in der Lichtintensität machte es besonders schwierig, die Motive in einer Weise zu fotografieren, die ihnen gerecht wird.

Licht zu Papier gebracht

Die grafische Gestaltung von Sonja Haller und Pascal Brun, Niederlande, greift das Thema der Kontraste auf und setzt es sowohl in der Struktur und Materialität als auch in der Wahl des Drucks um. Um das Gefühl zu vermitteln, in die zuvor beschriebenen sehr konträren Lichtbedingungen einzutauchen, sind die Außenaufnahmen und die Aufnahmen bei Tageslicht auf weißen, glänzenden Seiten, die das Licht reflektieren, gedruckt.

Konträr dazu wurden die dunklen Innen- und die Nachtaufnahmen mit einem speziellen Druckverfahren gefertigt, bei dem »Licht zu Papier gebracht« wurde, indem Silber-, Weiß- und CMY-Tinte auf schwarzes Papier aufgetragen wurde. In seiner Haptik rau »saugt« das matte, schwarze Papier das Licht auf. Auf den Textseiten nimmt die gewählte Schriftart mit ihrem geometrisch architektonischen Charakter die Formensprache der Gebäude auf.

zumtobelgroup.com