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20. Juli 2021

Perfekt inszeniert

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Die Vitrinen, in denen historische Kostüme ausgestellt sind, werden mit "LED-Luc" in Weiß und im Deckeneinbaugehäuse ausgeleuchtet. (Foto: Peter von Pigage)

Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth präsentiert sich modern und mit vielen Ausstellungsstücken, die früher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren. Das Richard Wagner-Wohnhaus »Wahnfried« wurde renoviert und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Einen Kontrastpunkt bildet ein transparenter Erweiterungsbau. Die darin ausgestellten Stücke stellen die Geschichte der Bayreuther Festspiele auf zwei Etagen dar.

Kostbarkeiten unter Bayreuths Erde

Um die historischen Exponate ins rechte Licht zu rücken, entschieden sich die Planer für Produkte von ADO Lights by TTC Timmler Technology. Schauplatz ist der Erweiterungsbau des Museums – ein langgestreckter, flacher Bau aus Stahl und Glas. Konzipiert wurde er vom renommierten Museumsarchitekten Volker Staab aus Berlin.

Während im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus Wechselausstellungen stattfinden, taucht der Betrachter im Untergeschoss des Gebäudes in die Aufführungsgeschichte der Bayreuther Festspiele ab. Hier scheinen Kostüme in deckenhohen Vitrinen zu schweben, hier sind Bühnenbildmodelle gestapelt. Schwarzweiß-Fotos entfalten ihre ganz eigene Magie, auch Kostbarkeiten wie das Parsifal-Glockenspiel aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und das Walküre-Heldenschaukelpferd gehören zu den ausgestellten Requisiten.

Viele der Räume im Erweiterungsbau sind in dramatisches Schwarz getaucht und erinnern damit an einen dunklen Theaterraum. (Foto: Peter von Pigage)

Atmosphäre wie im dunklen Theaterraum

Die meisten Räume sind in dramatisches Schwarz getaucht – eine Entsprechung zum dunklen Theaterraum. Umso besser kommen die Artefakte zur Geltung. Die Planer von LichtKunstLicht ließen für die Beleuchtung der Ausstellungsstücke 219 Mini-Spots des Herstellers ADO Lights montieren. Das Fabrikat »LED-Luc miniSpot« ist nur daumengroß und stellt das leuchtende Herzstück eines runden Deckeneinbaugehäuses dar, das ebenfalls nach Vorgaben der Lichtplaner von ADO Lights gefertigt wurde.

Die Spots sind magnetisch und können dank einer innenliegenden verstellbaren Zunge individuell ausgerichtet werden. Mit auswechselbaren Linsen lässt sich die Ausleuchtung nach den Vorgaben des Lichtplaners anpassen. Ob total auf den Punkt oder großflächig, jede Variante ist möglich. Wabenrasteraufsätze sorgen für Entblendung, konische Aufsätze entblenden und lenken das Licht.

Die magnetischen Minispots lassen sich mit einer innenliegenden verstellbaren Zunge individuell ausrichten. (Foto: Peter von Pigage)

Auch die Farbe der stählernen Leuchtengehäuse wurde an das Setting angepasst: Dort wo Wände und Decken schwarz sind, hat der Leuchtenkorpus dieselbe Farbe, in weißen Vitrinen nimmt das Gehäuse den entsprechenden Farbton ebenfalls auf. Eine perfekte Inszenierung. Richard Wagner hätte seine Freude daran.

Weitere Informationen:

Projekt: Richard-Wagner-Museum, Bayreuth
Architekt: Staab Architekten, Berlin, www.staab-architekten.com
Konzeption und Gestaltung der Dauerausstellung, Visuelle Kommunikation, Medienplanung: hg merz architekten museumsgestalter, Berlin/Stuttgart, hgmerz.com
Lichtplaner: Licht Kunst Licht, Bonn, www.lichtkunstlicht.com
Leuchten: ADO Lights by TTC Timmler Technology, Euskirchen, www.ado-lights.de
Quelle: ADO Lights