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29. Juni 2021

Licht an für die Biennale di Venezia

Lesezeit: ca. 3 Minuten

»Die Frage ‚How will we live together‘ ist sowohl eine Antike als auch eine Brandaktuelle. Sie stellt sich sowohl sozial und politisch als auch räumlich. Derzeit bringen uns die sich schnell ändernden sozialen Normen, wachsende politische Gegensätzlichkeiten, Klimawandel und gewaltige globale Ungleichheiten dazu, diese Frage mit noch mehr Nachdruck und in anderen Größenordnungen als bisher zu stellen«, so der amerikanische Architekturtheoretiker und Chefkurator Sarkis in seinem Statement zum diesjährigen Generalthema.
Aufgrund der Pandemie musste die 17. Biennale Architettura im vergangenen Jahr bereits zweimal verschoben werden und findet nun seit Mai und noch bis 21. November 2021 statt. Zumtobel unterstützt ein weiteres Mal aktiv eine Auswahl der teilnehmenden Länder bei der Umsetzung ihrer Beiträge.

Platform Austria – Zum Phänomen des Plattform-Urbanismus

Mit »PLATFORM AUSTRIA« thematisieren die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer für den österreichischen Pavillon die zukünftige Rolle digitaler Plattformen in der Architektur. Das Thema Plattform-Urbanismus bezeichnet eines der aktuellsten und brisantesten Diskussionsfelder der Architektur. Platform Austria stellt die Frage nach der damit verbundenen Entwicklung unserer Städte und verwandelt den Pavillon selbst zu einer Plattform der aktiven Auseinandersetzung mit den Potenzialen der Zukunft und deren Architektur.

"PLATFORM AUSTRIA" (Foto: Centre for Global Architecture 2020)

The Garden of Privatised Delights – der Beitrag von Großbritannien

Die Kuratoren des Britischen Pavillons 2021 Manijeh Verghese und Madeleine Kessler laden dazu ein, an der Debatte zur Privatisierung öffentlicher Räume in Großbritannien teilzunehmen. Vom Pub über den Spielplatz, von gemeinschaftlichen Flächen zum privaten Garten, von der Hauptstraße bis hin zur Technologie für Gesichtserkennung – Orte und Themen, die im Verlauf des letzten Jahres an Relevanz gewonnen haben.

Die Kuratoren des Britischen Pavillons 2021 Manijeh Verghese und Madeleine Kessler laden dazu ein, an der Debatte zur Privatisierung öffentlicher Räume in Großbritannien teilzunehmen. (Foto: Unscene Architecture

Gemeinsam mit fünf Teams aus Architekten, Designern und Forschern präsentieren Manijeh und Madeleine »The Garden of Privatised Delights« im Britischen Pavillon. In ihrer Arbeit heben sie die Bedrohungen hervor, die auf öffentliche Räume einwirken, entwickeln neue Konzepte von Besitz und breiterer Zugänglichkeit und stellen dar, welche Rolle Design und Architektur zukommt, um eine inklusivere Zukunft zu erschaffen.

Der Kroatische Pavillon – Togetherness / Togetherless

Unter der Leitung des kroatischen Architekten Idis Turato, unter anderem Professor an der Fakulät für Architektur in Zagreb, stellt der kroatische Pavillon »TOGETHERNESS / TOGETHERLESS« eine räumliche Komposition dar, die untersucht, inwiefern grundsätzliche fundamentale Elemente der Architektur verwendet werden können, um temporäre Gemeinschaften zu bilden. Durch ihre Anordnung und die räumlichen Eigenschaften lösen die Elemente des Pavillons verschiedene Wechselbeziehungen, Spannungen, Annäherungen und Interaktionen aus, die zwischen Individuen und einer Gruppe zustande kommen: Besucher treten ein, verweilen, lassen sich in und um den Pavillon treiben. Der neologistische Titel verweist auf die Bedürfnisse von Individuen nach Nähe und Zusammensein und dem gleichzeitigen Paradox, dies nie vollständig erlangen zu können.

Unter der Leitung des kroatischen Architekten Idis Turato stellt der kroatische Pavillon "Togetherness / Togetherless" eine räumliche Komposition dar, die untersucht, inwiefern grundsätzliche fundamentale Elemente der Architektur verwendet werden können, um temporäre Gemeinschaften zu bilden. (Foto: Hrvoje Franjic)

Zumtobel und die Unterstützung der Pavillons aus Österreich, Großbritanien und Kroatien

Als offizieller Partner und Sponsor begleitet Zumtobel den Schaffensprozess der Architekten und Gestalter. Eine lebendige Designkultur ist wesentlicher Baustein in der Unternehmensphilosophie von Zumtobel: « Nach einem Jahr ohne Zugang zu kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen, ist es wichtiger denn je, die Diskurse um Architektur und Gestaltung im gesellschaftlichen Kontext wiederzubeleben und aktuell drängende Themen auch in den künstlerischen Disziplinen wieder öffentlich thematisieren zu können. Erneut als Förderer Teil dieser bedeutenden Veranstaltung zu sein ist daher besonders in diesem Jahr wichtig für uns«, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

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