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23. März 2021

Global Lighting Data Format

Lesezeit: ca. 2 Minuten
(Quelle: DIAL/RELUX)

GLDF ist ein offenes, kostenfreies Format, das in der gesamten Lichtindustrie eingesetzt werden kann und den neuesten Anforderungen an BIM-Prozesse entspricht. Von dem neuen Format profitieren sowohl Hersteller, Planer als auch Softwarehersteller.

Hersteller müssen mit GLDF nur ein einziges Format pflegen und anbieten. Alle Prozesse, die sich der Daten eines Herstellers bedienen möchten, können ihre Informationen aus dem GLDF abrufen. Planer finden im GLDF alle Informationen zu einem Produkt. Die Datei lässt sich in allen Programmen und Applikationen verwenden. Informationen sind immer identisch, Abweichungen durch unterschiedliche Datenstände ausgeschlossen. Softwarehersteller finden Informationen für ihre (Planungs-) Programme vor. Hersteller sind motiviert, die Informationen zu pflegen und aktuell zu halten, da sie nicht für alle Anwendungszwecke neue Formate erstellen müssen.

Aktueller Stand der elektronischen Dokumentation von Leuchten

Für unterschiedliche Zwecke liegen derzeit verschiedene Beschreibungen für Leuchten vor. Für die Erzeugung von technischen Datenblättern oder zur Berechnung einer Beleuchtungsanlage gibt es Fotometrie-Standardformate wie Eulumdat, LM63, TM-14 oder UNI 11733-2019. Sie dokumentieren physikalische Eigenschaften von Leuchten bzw. Lampen, beinhalten aber kaum weitere Informationen.

Für Informationen, die der Handel benötigt gibt es z. B. das ETIM-Format, das für den Austausch von Daten zwischen Hersteller und Handel konzipiert ist und Produktbeschreibungen zusammenfasst. Lichtplanungen sind hiermit nicht möglich.

Moderne Datenformate, die in CAD und Lichtplanungsprogrammen verwendet werden, wie ULD, ROLF, RFA oder IFC, verbinden unterschiedliche Anforderungen.

Aktueller Stand des neuen GLDF

GLDF wird entwickelt, um Leuchten und Anwesenheits- oder Bewegungssensoren für alle Anwendungen vollständig abzubilden. Eingeflossen sind Vorarbeiten aus verschiedenen Gremien, wie die Arbeitsgruppe BIM des ZVEI. Bestandteil des GLDF sind natürlich fotometrische und spektrale Informationen, geometrische, elektrotechnische, kaufmännische und wartungstechnische Informationen.

Die Merkmale sind in der CEN TS 17623, »BIM Properties for lighting – Luminaires and sensing devices« beschrieben. Darüber hinaus können weitere Parameter hinterlegt werden. Ein GLDF kann, ganz im Sinne von BIM, das Projekt von der ersten Designphase bis zum Recycling begleiten.

DIAL und RELUX haben eine Datenstruktur entworfen, die alle oben genannten Parameter abbilden kann und somit den Austausch dieser Daten zwischen Anwendungen und Stakeholdern ermöglicht. Um eine möglichst große Zahl von Anwendern zu erreichen, wird das Format und die zugehörige Dokumentation kostenlos zur Verfügung gestellt.

Das Format wird auch in Zukunft weiter durch die beteiligten Firmen kuratiert und den Anforderungen entsprechend weiterentwickelt. Im Laufe des Jahres 2021 ist der Release der Dokumentation vorgesehen. Eine Betaphase des Formats startet im ersten Halbjahr 2021. Anschließend müssen Softwarehersteller (Lichtplanung, CAD, PIM…) und Leuchtenhersteller dieses Format in ihren Systemen implementieren und anbieten.

www.GLDF.io