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15. Februar 2021

LED-Leuchte für sehbehinderte Menschen

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Eine LED-Leuchte, deren Farbspektrum individuell an die Bedürfnisse angepasst werden kann, soll die Lebensqualität der Nutzer verbessern. (Foto: Fraunhofer AWZ Soest, Bernd Ahrens)

Sowohl bei AMD als auch bei der erblich bedingten RP, die in der Regel im dritten bis fünften Lebensjahrzehnt zur Erblindung führt, haben die Betroffenen in vielen Alltagssituationen mit für sie suboptimaler Beleuchtung zu kämpfen. Die Toleranz des Auges für solche schwierigen Umgebungsbedingungen nimmt zudem mit Fortschreiten der Erkrankung immer weiter ab.

Herausforderung

Werden die Lichtintensität, der durch sie bewirkte Kontrast und der häufig als störend empfundene Blauanteil im Lichtspektrum angepasst, kann die für Patienten bestmögliche Sehleistung erreicht werden: Die Sehschärfe steigt, das visuelle Wahrnehmen wird zudem weniger anstrengend. Dafür können sogenannte Kantenfilter beziehungsweise Blueblocker eingesetzt werden. Bislang war es technisch jedoch nur begrenzt möglich, das Spektrum von Leuchtmitteln – insbesondere Leuchtstoffröhren – zu modifizieren. Mit LED-Leuchtmitteln lässt sich das Spektrum des emittierten Lichts jedoch gezielt definieren.

Projektziele

Die am Projekt MakULA beteiligten Wissenschaftler des Fraunhofer-Anwendungszentrums Soest und der Fachbereich Elektrische Energietechnik der Fachhochschule Südwestfalen wollen im ersten Schritt eine LED-Leuchte mit angepasstem Farbspektrum entwickeln und werden dazu eine handelsübliche LED-Leuchte mit optischen Filtern kombinieren. Die Anpassung des Emissionsspektrums geschieht hierbei durch Auswahl und Einbau eines passenden Filters, um letztlich einen weißen Farbeindruck zu erzeugen.

In einer zweiten Variante soll das Emissionsspektrum einer LED-Leuchte elektronisch angepasst werden. Die hierzu nötigen Umbauten sind technisch deutlich anspruchsvoller als der Einbau eines Farbfilters, bieten aber mehr Optimierungspotenzial.

Das LWL-Berufsbildungswerk Soest wird eine Bewertung der Anwendbarkeit der Leuchte durchführen. Mit einem standardisierten Versuchsaufbau wird anhand von Sehprobentafeln bei unterschiedlicher, definierter Beleuchtung gemessen sowie ein Lesetest durchgeführt. Je nach Grad der Beeinträchtigung oder Fortschreiten der Erkrankung soll ein individuelles Lichtambiente den Betroffenen die Orientierung erleichtern und den Leidensdruck mindern.

www.imws.fraunhofer.de