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01. Dezember 2020

Lichtforum und Hybrid-Campus eröffnet

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Eine großzügige Treppe aus Holz gliedert die Fläche des neuen Lichtforums räumlich und dient zugleich als Treffpunkt und Atrium. Mit dem Lichtforum wurde die physische Plattform für ein umfangreiches Campus-Konzept mit hochkarätigen Formaten geschaffen. (Foto: Matthias Rhomberg)

Durch die Revitalisierung der alten Industriehalle des Unternehmens ist ein einzigartiger architektonischer Raum entstanden, in dem die starken Marken der Zumtobel Group ihre umfassende Lichtkompetenz und neueste Entwicklungen und Technologien präsentieren. Mit der Neuqualifikation der alten Bausubstanz am Gründungsstandort von Zumtobel im Herzen von Dornbirn belebt das Unternehmen zudem den regionalen urbanen Lebensraum.

Mit der Transformation der alten Halle in ein neues Lichtforum wurde bewusst auf die Verbauung von Grünfläche verzichtet. (Foto: Faruk Pinjo)

»Wir freuen uns, mit dem Lichtforum einen einzigartigen Ort für Lichterlebnis geschaffen zu haben, an dem wir unser volles Markenspektrum und Potenzial als internationale Unternehmensgruppe dauerhaft zeigen können«, sagt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Mit dem Lichtforum wurde die physische Plattform für ein umfangreiches Campus-Konzept mit hochkarätigen Formaten geschaffen. Es ist ein Hub, an dem die Kunden und Partner, die Öffentlichkeit sowie die Mitarbeiter der Zumtobel Group zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen, Wissen zu vertiefen und im Co-Creation-Prinzip gemeinsam Neues zu erschaffen – eine Begegnungszone, deren unterschiedliche Themenbereiche zu persönlichem Austausch einladen – sei es digital oder zum direkten Lichterlebnis vor Ort.

Mit einem Kunst- und Kulturraum als Teil des neuen Lichtforums öffnet sich das Unternehmen auch für externe Ausstellungen. Die Ausstellungsinhalte können dabei auch völlig losgelöst vom Kernthema Licht sein.

Ein Anziehungspunkt im neuen Lichtforum ist der Licht-Erlebnisraum: Die Licht-Kunstinstallation von James Turrell lässt den Betrachter der Faszination des Lichts folgen und macht Licht als reine Materie erlebbar. Der gesamte innere Körper des Raumes wirkt auf den Betrachter. Erst durch das Licht wird der Raum definiert, bekommt seine Architektur, verändert sich, wirkt dimensions- und grenzenlos. Fotograf (Foto: Matthias Rhomberg)

Licht und Architektur: Zusammenarbeit mit Snøhetta

Die Idee zur Transformation der alten Halle in ein neues Lichtforum – und damit der bewusste Verzicht auf Verbauung von Grünfläche – entstand bei Herbert Resch, Head of Corporate Architecture Zumtobel Group: »Licht ist unser Baustoff. Mit Licht Erlebniswelten schaffen, das ist die Profession der Marken der Zumtobel Group. Dabei geht es immer um das dynamische Zusammenspiel von Licht, Architektur und Mensch.«

Unter Einbezug dieser in sich verwobenen Komponenten entstand das dynamische Raumkonzept des neuen Lichtforums in enger Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Studio des renommierten norwegischen Architekturbüros Snøhetta.

Neuer Raum für Licht und Innovation auf 4.000 Quadratmetern: der Eingangsbereich mit angrenzender Kunst- und Kulturfläche. (Foto: Faruk Pinjo)

Lichtforum als Stätte der Interaktion

Zentrales Element in der weitläufigen Halle ist eine großzügige Treppe aus Holz. Sie gliedert die Fläche räumlich und dient zugleich als Treffpunkt und Atrium, etwa für Keynotes oder Talks. Die Kuben für die Produktpräsentation setzen weitere Akzente. Die gestalterische Ausformulierung der alten Industriehalle als Co-Creation-Space – in Anlehnung an die Unternehmenskultur von Snøhetta – erlaubt eine dynamische Belegung des offenen Raumes. Diese Flexibilität und Beweglichkeit in der Nutzung charakterisiert das neue Lichtforum als Stätte der Interaktion, die auf unterschiedlichste Anforderungen reagieren kann und eine gemeinsame Entwicklung der Lichtlösung mit dem Kunden vor Ort zulässt.

In den Kuben zur Produktpräsentation zeigen die Marken der Zumtobel Group ihr volles Spektrum. (Foto: Faruk Pinjo)

Licht und Innovation: Weltneuheit Zumtobel Spectrum-Technologie

Zumtobel hat eine Technologie entwickelt, mit der die LED-Beleuchtung in ihrer Wahrnehmung für den Menschen dem natürlichen Tageslicht so nahe wie möglich kommt. Dabei wird das LED-Farbspektrum in einem bestimmten Wellenlängenbereich, in dem das Auge für visuelle, emotionale und biologische Reize besonders empfindlich ist, verändert: Die »Spectrum«- Technologie verhilft der Pupille, in ihrer natürlichen Größe zu bleiben. Dadurch verringert sich die Menge des ins Auge einfallenden Lichts und die Belastung der Netzhaut wird reduziert. Die Augen bleiben entspannt und ermüden nicht so schnell.

In der Praxis markiert dies einen neuen Weg in der künstlichen Beleuchtung von Innenräumen und bringt das menschliche Bedürfnis nach Tageslicht und den zunehmenden Aufenthalt in künstlichen Umgebungen wieder mehr in Einklang. »Zumtobel Spectrum« wird derzeit zum Patent angemeldet, erste Zumtobel-Produkte werden bereits mit der neuen Technologie ausgestattet.

Innovation für die Außenbeleuchtung: Thorn NightTune-Technologie

Außenbeleuchtung kann Wohngebieten Sicherheit verleihen oder Menschen durch Parks leiten. Andererseits muss sie aber auch den Nachthimmel und Tiere schützen. Dabei geht es nicht nur um die Menge, sondern auch um die Eigenschaften des nachts ausgetrahlten Lichts. »NightTune« ist eine neue Technologie von Thorn, die warme und kühle LEDs mischt. Durch getrenntes Hoch- und Herunterdimmen der beiden LED-Gruppen lassen sich Farbtemperaturen von warmen 2.200 bis zu moderaten 3.000 K bei unterschiedlichen Helligkeiten erzielen. Die indirekte Version von Thorns neuer Mastaufsatz-Leuchte »Plurio« ist das erste Produkt, das mit der neuen Technologie ausgestattet werden kann.

www.zumtobelgroup.com | www.snohetta.com