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30. Oktober 2020

Licht multimedial erleben

Lesezeit: ca. 2 Minuten
(Foto: Lichtforum NRW / Meinschäfer)

Den »Ort mit zwei Konzepten« beschreibt Dennis Köhler, Geschäftsführer des Lichtforum NRW und Initiator des F.LUX, wie folgt: »Wir haben einen Erlebnisraum geschaffen, in dem man interaktiv und multimedial begreift, was Licht ist und wie Beleuchtung funktioniert – früher, heue und morgen. Daneben ein Labor- und Werkstattbereich, in dem man forschen und analysieren kann, um dann seine eigene Leuchte zu drucken, schneiden oder programmieren.«

Mit diesem Ansatz ist das F.LUX in Arnsberg Neheim ein außerschulischer Lernort, der das Interesse an MINT-Fächern über die Faszination von Licht und Beleuchtung wecken soll. Im Ziel lassen sich dadurch nicht nur neue Fachkräfte gewinnen – in der gesellschaftlichen Breite kann das F.LUX auch ein Verständnis für Lichtqualität schaffen und für Zukunftsthemen sensibilisieren. »Digitalisierung ist bei uns selbstverständlich«, so Köhler.

(Foto: Lichtforum NRW / Meinschäfer)

Viele Exponate besitzen beispielsweise QR-Codes, die multimediale Zusatzinformationen aufrufen. Und die Augmented Reality Technologie der eigens entwickelten F.LUX App lässt auf dem Tablet oder Smartphone virtuelle Inhalte erscheinen. So lassen sich riesige LEDs studieren und alte Reflektorlampen bestaunen, die auf einmal im realen Raum zu schweben scheinen. Auch erklärende Filmclips lassen sich mit der AR-Technologie auf Bilder und Grafiken projizieren.

Die Unternehmen der Licht- und Leuchtenbranche profitieren laut Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, ganz besonders vom neuen außerschulischen Lernort in Neheim. Durch »eine enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft« kann das F.LUX dazu beitragen, den notwendigen Nachwuchs zu gewinnen. Und da das Lernen an einem außerschulischen Ort »ohne Zwang und ohne Noten« stattfindet, haben Schülerinnen und Schüler die Chance, unbeschwert ihre Interessen für Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik zu entfalten. Verständnis und Kompetenz entstehen dabei aus dem Interesse für die Sache und ihrer Faszination. Das macht nicht nur sicherer bei Wahl des Berufes oder Studiums, sondern schafft auch Fertigkeiten, die im Alltag nützlich sind.

Auch Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg, begrüßte die neue Einrichtung und verweist auf die vielen Potenziale des F.LUX für die gesamte Region. »Das Schülerforschungslabor ermöglicht die Begegnung mit dem Original sowie die Einbettung in einen authentischen Kontext«, so Vogel, wenn es um die Inhalte des MINT-Unterrichts und ihre realen Bezüge außerhalb des Klassenzimmers geht. »Es macht erlebbar, dass es sich um kreative, interessante Tätigkeiten handelt: ein Gewinn für die Bildungsinfrastruktur unserer Region.«

Dass F.LUX eine »Chance für Arnsberg und die Region« ist, unterstreiche auch der Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Ralf Paul Bittner. Für ihn sind außerschulische Lernorte wie das F.LUX »existentiell wichtig für die Stadt der Zukunft« und schon »seit langem in Arnsberg im Fokus«.

www.flux.nrw