News
19. August 2020

BAU 2021 mit solidem Fundament

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Im Januar empfängt die BAU München wieder Besucher - mit neuem Hygiene-Konzept und vielen Online-Angeboten. (Foto: Messe München)

Noch läuft es, verglichen mit anderen Branchen, einigermaßen rund am Bau. Doch die Baubranche treffen wirtschaftliche Einbrüche meist zeitversetzt. Der Staat als einer der größten Auftraggeber der Bauwirtschaft wird sich angesichts seiner Schuldenlast mit Investitionen zurückhalten, ebenso wie der private Auftraggeber.
Quo vadis, Bauwirtschaft? Das jüngste ifo-Konjunkturbarometer (06/2020), rechnet bereits in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Rückgang für das Bauhauptgewerbe. Auch für das Baugewerbe erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, ZDB, dass »der pandemiebedingte Einbruch« im zweiten Halbjahr 2020 »noch bevorsteht«. Und was den Export angeht: Der ist mit Corona in einigen Branchen komplett eingebrochen, insbesondere in stark betroffenen Ländern wie Frankreich, Spanien oder den USA.

BAU nach wie vor auf Kurs

Vor diesem Hintergrund sprechen sich zahlreiche Unternehmen, sozusagen die schweigende Mehrheit, für eine Austragung der BAU 2021 aus. Die BAU, so der Tenor, könnte ein starkes Signal setzen und, wie so oft in den vergangenen Jahren, Aufbruchstimmung erzeugen, auch und erst recht in Corona-Zeiten.
Für die BAU 2021 sind aktuell 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche fest vergeben. Absagen insbesondere deutscher Unternehmen steht eine ausgesprochen hohe Flächennachfrage internationaler Unternehmen gegenüber. Angesichts dieser Buchungslage steht die Austragung der BAU vom 11. bis 16. Januar 2021 nicht in Frage.

Neue Online-Angebote

Die BAU wird auch virtuell präsent sein, ihre Online-Angebote weiterentwickeln und neue ins Programm nehmen, insbesondere als Angebot für alle, die nicht persönlich nach München kommen können. Dazu gehören

  • die Connect-App mit verbesserter Chat-Funktionen und Matchmaking-Formaten,
  • Streaming ausgewählter Teile des Forenprogramms, Vorträge und anderer Aktivitäten aus dem Digital Village und vom Treffpunkt Handwerk,
  • die Möglichkeit für Aussteller, Kunden auch virtuell zu erreichen, und
  • Live-Bilder von der BAU, die Interessierten auch aus der Ferne einen Eindruck vom Messegeschehen geben.

Licht und Smart Building mit eigener Halle

Neue Produkte und aktuelle Trends aus der Beleuchtungsbranche finden Besucher in Halle C2. Dort zeigen Aussteller unter anderem Lichtbänder und -kuppeln, Kunstlichtkonzepte und Lösungen für Gebäudeautomation und -steuerung.
Eines der vier Leitthemen widmet sich außerdem dem digitalen Bauwesen. Digitale Planungs- und Bauprozesse, die den gesamten Gebäudelebenszyklus fokussieren, stehen für die Zukunft des Bauwesens. Doch ist es nicht das oft zitierte BIM, das als digitale Planungsmethode neue Prozesse im Architektur- und Ingenieurbüro, auf der Baustelle und im Gebäudebetrieb impliziert.

Die Nutzbarmachung der Fülle von Daten und Informationen, Checklisten, Fachplanungen, Protokollen und Monitorings, die in einem Projekt entstehen, erfordert neue Wege in der digitalen Baubranche. Das Potenzial dieser Daten für den gesamten Planungs- und Bauprozess sowie den anschließenden Gebäudebetrieb ist entscheidend. Wir müssen diese Informationen qualifizieren und sinnvoll nutzen lernen.

Das Rahmenprogramm zu dem Leitthema sieht unter anderem Vorträgen zu modernen Planungsmethoden für die Digitalisierung im Bauwesen, innovativen Lösungen, die eine digitale Transformation vorantreiben und zu fachübergreifenden Abläufen und Maßnahmen für mehr Effizienz in der Baubranche vor.

Sonderthema Corona

Neben den Leitthemen Digitale Transformation, Herausforderung Klimawandel, Ressourcen & Recycling und Zukunft des Wohnens wird die BAU die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie als Sonderthema in den Fokus stellen. Was bedeutet Corona für die Bauwirtschaft im In- und Ausland? Und welche Folgen hat der durch Corona angestoßene Digitalisierungsschub für die Branche? Diese und viele andere Fragen rund um die Epidemie werden auf der BAU diskutiert und erörtert.

Fazit von Projektleiter Mirko Arend: »Die BAU hat immer bewiesen, dass auf sie gerade unter schwierigen Bedingungen Verlass ist. So hat sie sich beispielsweise bei der Finanzkrise im Jahr 2009 gegen alle Widerstände als feste Größe erwiesen. Das wird auch diesmal wieder so sein.«

bau-muenchen.com/de