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17. Juni 2020

Alarmstufe: Rot

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Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor sollen am 22. Juni in rotes Licht getaucht werden. (Quelle: LK AG)
Mit der Lichtaktion will die Veranstaltungsbranche auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. (Quelle: LK AG)

In der Nacht vom 22.06.2020 auf den 23.06.2020 (22 bis 1 Uhr) werden die Teilnehmer bundesweit in mehr als 250 Städten Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminieren: viele leuchtende Mahnmale, die sich zu einem gewaltigen Licht-Monument arrangieren. Ein flammender Appell zum Einstieg in einen Branchendialog, der die Vielfältigkeit und Systemrelevanz der deutschen Veranstaltungswirtschaft thematisieren soll. Allein Konzerte, Volksfeste, Firmenfeiern und Messen ziehen in normalen Jahren in Deutschland knapp 500 Mio. Besucher an. Aktuell können sie gar nicht oder nur unter erheblichen Auflagen stattfinden.

Die derzeitigen Hilfsprogramme für die Veranstaltungswirtschaft bestehen im Wesentlichen aus Kreditprogrammen, die jedoch eine erneute Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit der Überschuldung der betroffenen Unternehmen zur Folge haben werden.

Die Veranstalter der "Night of Light" wollen mit ihren roten Mahnmalen den Dialog mit der Politik eröffnen. (Quelle: LK AG)

»Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!«

Für den Initiator der Aktion »Night of Light« und Vorstand der LK-AG Essen, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen: »Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.« Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder florale Dekoration zu Events beisteuert.

Da die heterogene Branche über 150 verschiedene Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint und deshalb über keine einheitliche Lobby verfügt, sei es umso wichtiger, für eine stärkere Wahrnehmung durch die Politik und Öffentlichkeit zu sorgen. Dies ist ebenfalls das Ziel der »Initiative für die Veranstaltungswirtschaft«, welche bereits am 06.03.2020 durch die Initiatorin Sandra Beckmann ins Leben gerufen wurde. Für die Night of Light besteht daher eine Kooperation zur Durchführung dieser deutschlandweiten Aktion.

www.night-of-light.de