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21. Januar 2020

Auf dem Sprung in die Anwendung

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Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt KODOS (Konfektionierter Dünnglas-Verbund für optoelektronische Systeme) soll das innovative Material Dünnglas entlang der gesamten Wertschöpfungskette in fertige Produkte bringen. Dazu haben sich die Unternehmen EMDE development of light, Volkswagen und Deutsche Werkstätten Hellerau mit den Technologielieferanten tesa, von ardenne, Flabeg, 4JET microtech, Suragus und dem Fraunhofer Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP zusammengeschlossen. Ziel des Konsortiums ist es, einen kompletten Baukasten an Funktionswerkstoffen, Halbzeugen, Werkzeugen und Technologien für die Rolle-zu-Rolle-Herstellung von optoelektronischen Systemen auf Dünnglas anbieten können.

Ultra-dünne Gläser sind bereits seit geraumer Zeit auf dem Markt. Sie sind dünner als Displayglas in Mobiltelefonen oder Laptops und können eine ganze Menge mehr. Durch ihre exzellenten Eigenschaften, wie Biegsamkeit, sehr glatte Oberfläche oder Kratzfestigkeit sind sie auch als funktionale Oberflächen in Möbeln oder Autos und als Substrat für optische Systeme sehr gut geeignet.

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Thomas Emde von EMDE development of light und Konsortialführer erklärt: »Ziel des Vorhabens ist es, wirtschaftlich relevante Anwendungen für Dünnglas zu erforschen und zu entwickeln. So kann beispielsweise die OLED-Technologie als Anzeige und Bedienelement in Kombination mit einer Touch-Funktionalität auf Basis von Dünnglas im Architektur-, Möbel-, Hausgeräte- und im Retail­Bereich eingesetzt werden. Die angestrebte Innovation besteht in der Kombination aus Beschichtung, Strukturierung, Kontaktierung und Lamination, sowie aus der Entwicklung eines produktionstauglichen Übergangs von der prozessierten Rolle zum einbaufertigen Halbzeug.«

www.fep.fraunhofer.de