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20. November 2019

Rückblick auf ein bewegtes Jahr

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Osram hat im Zuge der Übernahmeofferte eine Zusammenschlussvereinbarung mit ams getroffen und empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des aktuellen Übernahmeangebots. Die Vertragspartner haben sich auf wichtige Punkte für die Integration von Osram in den gemeinsamen Konzern geeinigt: So ist eine Beschäftigungssicherung mit dem Ausschluss fusionsbedingter Kündigungen bis Ende 2022 für die Mitarbeiter an deutschen Standorten vorgesehen und vom Standort München als Co-Konzernzentrale würde etwa die Hälfte der Zentralfunktionen geleitet. Brigitte Ederer, ehemaliges Vorstandsmitglied der Siemens AG und ehemals Aufsichtsratsvorsitzende der ÖBB, soll als unabhängige Monitorin den Zusammenschluss der beiden Unternehmen überwachen und durchsetzen. Die Aktionäre haben bis zum 5. Dezember 2019 Zeit, das Übernahmeangebot anzunehmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Osram seine im März 2019 angepassten Ziele erreicht. Der vergleichbare Umsatz ging um 13,1% auf 3,5 Mrd.€ zurück, hauptsächlich durch die Schwäche in der Automobilindustrie und in China. Das bereinigte EBITDA lag bei 307 Mio.€, die entsprechende Marge bei 8,9 %. Der Free Cashflow übertraf die Erwartungen und war mit 17 Mio.€ positiv. Das Nettoergebnis aus fortgeführtem Geschäft wurde vor allem durch nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibungen belastet, im Wesentlichen im Geschäftssegment Digital Systems und beim Gemeinschaftsunternehmen Osram Continental (OC).

Der Umsatz im Segment Opto Semiconductors belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf knapp 1,5 Mrd.€. Dank der frühzeitig eingeleiteten Kosteneinsparungen erreichte die bereinigte EBITDA-Marge 17,5%. Durch den strategischen Umbau des Geschäfts und die eingeleitete Konsolidierung des Portfolios hat sich die Entwicklung von Opto Semiconductors größtenteils stabilisiert.

Im Segment Digital (DI) war vor allem das Geschäft mit Vorschaltgeräten von einem starken Volumenrückgang betroffen. Zukunftsfelder wie das stark wachsende Geschäft mit Pflanzenbeleuchtung entwickeln sich hingegen sehr positiv. Der Umsatz belief sich für DI auf 916 Mio.€ bei einer bereinigten EBITDA-Marge von minus 1,0%.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor, keine Dividende zu zahlen. »Wir haben ein bewegtes Jahr hinter uns. Die Transformation zum Photonik-Unternehmen schreitet trotzdem voran«, erklärte Olaf Berlien, CEO der Osram Licht AG.

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