News
14. August 2018

Der Eiffelturm leuchtend im Zeichen Japans

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Japan bestehen nunmehr seit 160 Jahren. Aus Anlass dieses Jubiläums wird in Paris das Kulturfestival »Japonismes 2018« veranstaltet. Ein Highlight des breit gefächerten Programms ist die Beleuchtung des Eiffelturms am 13. und 14. September 2018 – ein gemeinsames Projekt der Lichtplanerinnen Motoko und Akari-Lisa Ishii. In unserer Ausgabe LICHT 1/18 stellten wir die international agierenden Expertinnen (Mutter und Tochter) in einem Portrait vor.

Die Lichtinstallation am Eiffelturm soll, zwei Jahre vor den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokyo, einen Eindruck von japanischer Kultur nach Europa bringen. Die Visualisierung traditioneller Bilder basiert auf Anwendung aktueller Lichttechnik. 18 Großformat-Projektoren von Panasonic und 120 spezielle Gold-LED-Flutlichtstrahler von Stanley Electric kommen dafür zum Einsatz. Zwei Programme wurden entwickelt, die über zehn Minuten ablaufen und sich kontinuierlich wiederholen, begleitet von einem Soundtrack. Die Aufführung beginnt bei Sonnenuntergang und dauert bis 1 Uhr nachts.

Thema der ersten Lichtperformance ist »Liberty, Beauty, Diversitiy« (Freiheit, Schönheit, Vielfalt), angelehnt an den Leitspruch der Französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). Die japanische Fahne mit dem roten Kreis auf weißem Grund als Zeichen für die aufgehende Sonne übernimmt die Einführung in dieses Programm mit dem Teil »Tower of the Rising Sun«. Ein roter Lichtkreis taucht in der Basis des weiß angestrahlten Eiffelturms auf und wandert nach oben bis zur Spitze.

{{image file=«Ishii-Eiffelturm1.jpg« caption=«Quelle: Motoko ishii Lighting Design & I.C.O.N.« zoom=«true«}}

»Liberty« wird durch zwei sich überschneidende, farbige Lichtbündel dargestellt, sie symbolisieren den Dialog zwischen den Ländern. Für »Beauty« werden traditionelle Arbeiten aus dem Bestand des Tokyo Nationalmuseums auf das Wahrzeichen projiziert. »Diversity« schließt den ersten Teil ab, mit unterschiedlichen Mustern und Lichtkegeln, die sich zur Musik bewegen.

{{image file=«Ishii-Eiffelturm2.jpg« caption=«Quelle: Motoko ishii Lighting Design & I.C.O.N.« zoom=«true«}}

Die zweite Lichtperformance »Golden Tower and Irisis« verweist auf Japan als das »goldene Land« und eine japanische künstlerische Technik, diese Farbe als Hintergrund zu benutzen. LED-Flutlichtstrahler übernehmen diese Aufgabe, die für diesen Event in Japan entwickelt wurden. Per Video-Mapping erscheint auf der goldenen Lichtkulisse das Bild eines Kunstwerks aus der Sammlung des Nezu Museums (Korin Ogatas Motiv von Schwertlilien bemalt auf einem Stellschirmpaar).

{{image file=«Ishii-Eiffelturm3.jpg« caption=«Quelle: Motoko ishii Lighting Design & I.C.O.N.« zoom=«true«}}

Der Titel des Festivals »Japonismes« bezieht sich auf die Strömung des Japonismus im 19. Jahrhundert und bezeichnet den Einfluss japanischer Kunst auf die westliche Welt, im Besonderen Frankreich. Bekannte Künstler, die sich davon inspirieren ließen, waren u. a. Claude Monet und Vincent van Gogh. »Japonismes 2018« wurde im Juli 2018 eröffnet und bietet noch weitere Veranstaltungen, die bis zum Februar 2019 geplant sind.

www.motoko-ishii.co.jp | www.icon-lighting.com | www.japonismes.org | www.japonismes2018highlight.com

Ein Video erklärt das Konzept der Lichtinzenierung: