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15. Juni 2018

Konsumentenstudie zu Licht

Lesezeit: ca. 4 Minuten

»Die LED-Technologie bringt ungemein viele Vorteile mit sich. Wahr ist aber auch: Die Auswahl einer passenden Lampe oder Leuchte ist für den Verbraucher komplexer geworden. In der EU ist zudem das Inverkehrbringen bestimmter ineffizienter Produkte verboten, was die Situation noch unübersichtlicher macht. Diese Komplexität und die daraus resultierende Verunsicherung spiegeln sich in den Ergebnissen unserer Befragung wider«, erklärt Dr. Oliver Vogler, Leiter zentrale Marketing- und Vertriebsfunktionen beim LED-Beleuchtungsunternehmen LEDVANCE.

Wissenslücken bei Maßeinheiten
Die meisten Endkonsumenten fühlen sich besser informiert, als sie es tatsächlich sind: 75% der Befragten antworten, dass ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Beleuchtungstechnologien von (smarter) LED bis hin zu klassischen Glühlampen vollkommen oder zumindest ausreichend klar sind.
Zu den relevanten Maßeinheiten befragt, wie sie seit geraumer Zeit auf jeder Lampen- oder Leuchten-Verpackung zu finden sind, trennt sich jedoch schnell die sprichwörtliche Spreu vom Weizen: Noch 82% ordnen Watt korrekt dem Energieverbrauch zu. Die in der LED-Welt wichtigen Maßeinheiten Kelvin und Lumen werden dagegen nur noch von rund der Hälfte – 55%, respektive 42% – als Informationen zu Farbtemperatur und Lichtstrom erkannt.
Auffällig dabei: Bei der Zuordnung der Messgrößen ist Deutschland im internationalen Vergleich Schlusslicht. Nur 33% aller Befragten ordnen alle Maßeinheiten richtig zu. Briten, Franzosen, Schweden, Amerikaner, Kanadier, Brasilianer und Chinesen hingegen erreichen Werte zwischen 40 und 50%. Spitzenreiter sind die Italiener mit 55%.

{{image file=«Ledvance_Studie_2.jpg« caption=«75% der Befragten geben an, sich gut mit den Lichttechnologien sowie deren Vor- und Nachteilen auszukennen.Aber lediglich ein Drittel der Befragten kann die wichtigsten Maßeinheiten beim Licht korrekt zuordnen. (Quelle: Konsumentenstudie im Auftrag von LEDVANCE)« zoom=«true«}}

Überraschendes auf dem Einkaufszettel
Fragt man, nach welchen Lichttechnologien die Verbraucher beim Gang in den Baumarkt oder bei der Suche im Netz primär Ausschau halten, ist LED-Technologie, sowohl mit als auch ohne smarte Zusatzfunktionen, wenig überraschend Spitzenreiter. Durchaus überraschend: Auch alte Technologien stehen noch hoch im Kurs. So haben 27% der Deutschen nach wie vor »Glühbirnen« auf ihrem Einkaufszettel – offenbar ohne zu wissen, dass es seit dem Glühlampenverbot in der EU im September 2009 bis auf vereinzelte Restposten und Speziallampen keine klassischen Glühlampen mehr im Handel gibt.
Ebenfalls erstaunlich stark nachgefragt sind Halogenprodukte. Die wurden in mehreren Verbotsstufen seit 2009 schritt- und typenweise vom Markt verbannt oder werden in Kürze verbannt werden. Im September nämlich tritt EU-weit die nächste Stufe des »Halogenlampen-Verbots« in Kraft, dieses Mal für die enorm weitverbreitete Halogen-»Glühlampe« mit klassischer Kolbenform und ungebündeltem Licht. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer haben davon und von der anstehenden nächsten Stufe nichts gehört oder wissen nicht, wie sie davon betroffen sind.

{{image file=«Ledvance_Studie_1.jpg« caption=«Wussten Sie schon? Ab dem 1. September 2018 dürfen in der EU keine Halogen-»Glühlampen« mit klassischer Kolbenform mehr in den Verkauf gebracht werden. (Quelle: Konsumentenstudie im Auftrag von LEDVANCE)« zoom=«true«}}

Dringender Aufklärungsbedarf beim Hype-Thema Human Centric Lighting
Human Centric Lighting, verstanden als das »richtige Licht zur richtigen Zeit«, ist in der Lichtindustrie aktuell eines der Trendthemen. Ein eng am natürlichen Tageslichtverlauf orientiertes künstliches Licht kann einen wertvollen Beitrag leisten, den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren bzw. zu erhalten, unser Wohlbefinden zu steigern und auch unsere Gesundheit zu verbessern.
Auf die Frage nach biologischen Wirkungen von künstlichem Licht auf den menschlichen Körper antwortet jedoch die Mehrheit der deutschen Befragten (66%), dass sie nicht daran glauben oder nichts darüber wissen. Ebenfalls zwei Drittel (66%) sehen allerdings grundsätzlich einen Vorteil darin, mithilfe von künstlichem Licht Körper und Geist entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen stimulieren zu können. Es gibt also eine große Aufgeschlossenheit gegenüber dem Thema HCL. Konsequenterweise geben 57% der Befragten an, dass die biologischen Lichtwirkungen einen großen Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen hätten – wenn sie genug darüber wüssten. Das ist ganz offensichtlich noch nicht der Fall.

{{image file=«Ledvance_Studie_3.jpg« caption=«Aufklärungsbedarf besteht noch hinsichtlich der nicht-visuellen Wirkungen von Licht (Quelle: Konsumentenstudie im Auftrag von LEDVANCE)« zoom=«true«}}

»Wir bei LEDVANCE sehen uns in der Verantwortung noch mehr Aufklärung zu leisten, was für einen großen Beitrag gutes Licht für das Wohlbefinden der Menschen leisten kann«, stellt Oliver Vogler von LEDVANCE abschließend fest.

Die internationale Konsumentenstudie wurde im Auftrag von LEDVANCE vom Markforschungsinstitut Research Now Ende 2017 in insgesamt neun Ländern weltweit durchgeführt – Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden, USA, Kanada, Brasilen und China. Bei der Online-Befragung wurde ein repräsentativer Querschnitt der »Online-Bevölkerung« in den Altersgruppen von 18 bis 60 Jahren und aus unterschiedlichen Bildungs- und Einkommensgruppen sowie aus den unterschiedlichen Regionen zugrunde gelegt. In Deutschland wurden insgesamt 1.005 Personen befragt.

www.ledvance.de