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23. Juni 2016

Platz oder Brücke?

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Rein funktionell dient die Sägerbrücke der Überwindung der Dornbirner Ach, aber sie ist darüber hinaus eine Schlüsselstelle für den Pkw- und Lkw-Verkehr im Innenstadtbereich und eine hochfrequentierte Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr. Im Zuge der Sanierung der Brücke galt es, eine intelligente Verkehrsführung zu organisieren, die Aufenthaltsqualität beim Umsteigen für rund 1.600 Stadt- und Landbusbenutzern zu erhöhen und die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Heute fließt der Verkehr mittig, vierspurig über die Brücke, während jeweils 7,5 m breite Geh- und Fahrradwege sowie Wartezonen für den Land- und Stadtbus die beidseitigen Seitenzonen bilden.

Die Lichtlösung für die neue Sägerbrücke hat Zumtobel in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Hugo Dworzak, dem Stadtplaner Stefan Burtscher und dem Künstler Hubert Lampert realisiert. Letzterer hat mit der Installation »Do.Helix« einen besonderen Blickfang auf der Brücke geschaffen. Für die Montage der Leuchten standen nur zwei Positionen, jeweils am äußersten Punkt der Brücke zur Verfügung. Von hier aus sollte die gleichmäßige Ausleuchtung über die gesamte Fläche und alle Fahrbahnen hinweg erfolgen. Es hieß, Normen für Straßenverkehr, Radwege und Fußgängerüberwege zu erfüllen. Mit zwei 13 m hohen Masten, die für die Montage der auf das Projekt angepassten LED-Außenleuchte »Supersystem outdoor« dienen und sich mit ihrer geradlinigen, zurückhaltenden Formensprache mühelos in das architektonische Gesamtkonzept einfügen, konnte Zumtobel sowohl den Architekten und den Künstler als auch die Verantwortlichen der Stadtplanung überzeugen.

Der Lichtlösung hält sich mit ihrem reduzierten Design bewusst imHintergrund, so dass die Architektur ihre Wirkung als "Brücken-Insel" entfalten kann und die Skulptur im Zentrum der Brücke zur Geltung kommt. (Foto: Zumtobel)

Einer der Vorteile der LED-Technologie ist die größere gestalterische Freiheit, die durch kleinere Baugrößen entsteht. Mit ihren nur 300 mm x 300 mm Querschnitt integrieren die Masten jeweils 13 Leuchten mit je 18 LED-Lichttuben quasi zur Gänze. Mit einer 6er-Gruppierung der LED-Tuben und ihrer gezielten Ausrichtung auf einen bestimmten Brückenbereich wird eine absolut gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Fläche und großer Sehkomfort ohne Blendung für alle Verkehrsteilnehmer erzielt.

Die Herausforderung für die Lichtlösung lag darin, von nur zwei Montagepositionen aus eine gleichmäßige Ausleuchtung über die gesamte Fläche und alle Fahrbahnen hinweg zu schaffen. (Foto: Zumtobel)

Mit einer neutralweißen Farbtemperatur von 4000 K nach Vorgaben der Stadtverwaltung hebt sich die neue Sägerbrücke bewusst von ihrer Umgebung ab und unterstreicht die platzartige Öffnung des Innenstadtbereichs. Die exakte Lichtverteilung in Kombination mit einer geringen Anschlussleistung von 43 W pro Leuchte (560 W pro Lichtmast) machen »Supersystem outdoor« zu einer sehr energieeffizienten Lösung, die zudem unnötige Lichtverschmutzung vermeidet.