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20. Mai 2016

Lichtwirbel in Sindelfingen

Lesezeit: ca. 1 Minute
Ein schwebend anmutendes Farben- und Lichtspiel in ständiger Verwandlung erfüllt noch bis März 2017 das SCHAUWERK Sindelfingen. (Foto: Wolf Dieter Gericke ©rosalie) Wolf-Dieter Gericke

Die Künstlerin rosalie hat für das ehemalige Hochregallager im SCHAUWERK Sindelfingen eine begehbare Lichtskulptur erfunden und dafür technische Lichtfasern zu einem hochkomplexen Gewirk verknüpft. Das Licht – ähnlich einer Sternschnuppe oder Feuerkugel, manchmal einer raumgroßen Wunderkerze gleich – blitzt auf, bündelt sich im Zentrum des Wirbels, scheint plötzlich zu explodieren, läuft von innen nach außen und strömt wieder poetisch zurück.

Die strenge, schlichte Architektur bildet einen Kontrast zur Dynamik und organisch anmutenden Struktur des changierenden Lichtwirbels. Mit der Skulptur verändert sich auch die Raumwahrnehmung: Die weißen Wände reflektieren das Licht und der Raum wird in ein schillernd-transparentes Farbenbad getaucht – in der Tiefe spiegelt sich die Lichtmalerei ins Unendliche.

Der rhythmische Lichtverlauf des Wirbels tritt in einen spannenden Dialog mit der Klanginstallation »Cool Tunes« von Matthias Ockert, die speziell für diese Arbeit komponiert wurde und auf Lichtdaten aus der Beobachtung von transneptunialen Objekten durch das Herschel-Teleskop basiert.

{{image file=«rosalie_52.jpg« caption=«Für die Skulptur wurden ca. 7.000 m polymeroptische Lichtfaser und 37 Lichtgeneratoren verbaut. Sie misst etwa 14 x 10 x 8 m. (Foto: Frank Kleinbach ©rosalie)« zoom=«true«}}

Die Skulptur ist bis März 2017 im SCHAUWERK zu sehen. Das Museum in ehemaligen Fertigungs- und Lagerhallen der BITZER Kühlmaschinenbau GmbH am Rande von Sindelfingen zeigt auf rund 6.000 m² eine repräsentative Auswahl zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Schaufler.

www.schauwerk-sindelfingen.de | www.rosalie.de