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05. Februar 2016

Überspannungsfestigkeit von LED-Außenbeleuchtungsanlagen

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Das Jahr 2014 ist als das bislang »gewitterreichste Jahr« mit zahlreichen Überspannungsschäden in die Statistik eingegangen. Dies bestätigen auch die Berichte der Sachversicherer. Bei der LED-basierten öffentlichen Beleuchtung wurden zunehmend Schäden und Ausfälle registriert, die bei konventionellen Lampensystemen in der Vergangenheit höchst selten auftraten. Der prägnanteste Schaden ereignete sich in einer dänischen Stadt, wo durch einen einzigen Blitzschlag circa 500 LED-Straßenleuchten ausfielen.

Elektrische Überspannungen entstehen durch direkte oder indirekte Blitzeinschläge sowie als Folge von Schalthandlungen mit sehr hohen Spannungsspitzen. Auch die von elektronischen Vorschaltgeräten verursachten Oberschwingungen können zu Stromspitzen führen. LED-Beleuchtungsanlagen sind aber nur für den Betrieb mit niedrigen Spannungen ausgelegt.

Schutzmaßnahmen sind zum einen ein zweistufiger Überspannungsschutz in der Schaltstelle und in jeder Leuchte sowie die korrekte Beschaltung der Außen-, Neutral- und Schutzleiter der Leuchten. Zum anderen kommt der richtigen Leuchtenauswahl hinsichtlich Schutzklasse, Gehäusetyp, Vorschaltgerät und interner Verdrahtung eine große Bedeutung zu.

Der Vortrag »Überspannungsfestigkeit von LED-Leuchten in Theorie und Praxis« im Rahmen der 10. LiTG-Tagung »Stadt- und Außenbeleuchtung« am 17. und 18. Februar 2016 in Nürnberg setzt sich mit diesem Problem auseinander. Thematisiert wird es außerdem in der geplanten Podiumsdiskussion.

Auf dem Programm der Tagung stehen auch Erfahrungsberichte bei der Umrüstung auf LED in der öffentlichen Beleuchtung, eine kritische Würdigung der neuen Europäischen Norm zur Straßenbeleuchtung sowie ein Sachstandsbericht zur neuen Norm über öffentliche Parkbauten und Parkplätze.

Weitere Information und Gelegenheit zur Anmeldung unter: http://litg.wba-weimar.de