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24. Mai 2014

Lichtskulpturen aus einer anderen Welt

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Kapitel 1

Am Messestand von LICHTPAPIER konnte man auf der Light+Building eigentlich nicht vorbeilaufen – denn die organisch geformten Lichtobjekte, die wie aus einer fantastischen Traumwelt scheinen, zogen die Besucher magisch an. Was die Lichtkünstlerin Anke Neumann dort ausstellte, weicht ab von den konventionellen Leuchten mit den gängigen Materialien, Techniken und Formen. Hier wird noch Handwerk und Kunst betrieben, jede Leuchte ist ein handgefertigtes Kunstobjekt.

Der Messestand "LICHTPAPIER" der Künstlerin Anke Neumann auf der diesjährigen Light+Building.

Zartes Material

In Japan hat das Papier seit jeher einen anderen Stellenwert als in der westlichen Kultur, denn hier begreift man das Papier als etwas Edles und Poetisches. Die Herausforderung für Anke Neumann besteht darin, Papier »salonfähig« zu machen und eine Begeisterung für das zarte, vergängliche Material zu entfachen. Das Licht verstärkt diese Eigenschaften, ohne selbst zu stark in den Vordergrund zu treten.

Während viele Gestalter mit vorgegebenen Materialien arbeiten, wird für LICHTPAPIER das Grundmaterial selbst angefertigt. Die Herstellung des Papiers erfolgt nach europäischer und asiatischer Handwerkstradition. Die vorbereiteten Lichtleiter werden bereits während des Prozesses der Papierherstellung integriert, so dass sie von den Papierfasern umschlossen und somit in der fertigen Fläche gehalten werden. Trocknet das Papier auf dem Sieb, so bleibt es glatt. Die Formen entstehen über die sehr gegensätzlichen Materialien in verschiedenen Trocknungsphasen, wobei das Ergebnis zum Teil auch wetterabhängig ist.

Das fertig getrocknete Licht-Papier ist kein Massenprodukt, sondern durch die leichten Unterschiede bei der Herstellung bleibt jedes Stück einzigartig.

Von der Lichterscheinung zur Beleuchtung

Die optischen Fasern werden vom Licht hochwertiger LEDs gespeist, die in kompakten Licht-Projektoren mit geräuscharmer Kühlungstechnik integriert sind. Das Spektrum reicht von kleinen 3-Watt-Geräten für subtile Lichteffekte über lichtstärkere LED-Projektoren bis hin zu Farb-Projektoren, die Lichtinszenierungen ermöglichen. Diese sind kompatibel mit diversen Licht- und Mediensteuersystemen, wie DMX, DALI oder AMX. Durch eine Berührung auf dem Touchpad können Helligkeit und Lichtfarbe variiert oder Lichtinszenierungen programmiert werden. Der Charakter des Lichtobjektes lässt sich somit den Wünschen des Nutzers anpassen. Das Spektrum der Lichtleistung reicht von schwach schimmernd bis hin zur funktionalen Beleuchtung.

Auch die "Light Sculptures Cococoons" lassen sich in ihrer Helligkeit den Wünschen des Nutzers anpassen.

Weitere Informationen:

Wer auf der Light+Building keine Gelegenheit gefunden hat, LICHTPAPIER zu erleben, der findet die Lichtobjekte bei Hilde Leiss in Hamburg. Dort kann man sie auch kaufen: http://hilde-leiss.de

Abbildungen: Die organischen Formen der »Light Sculptures« werden durch die Starrheit der Lichtfasern in Verbindung mit dünnem Papier erzeugt. Die Gebilde entstehen durch Inspirationen aus der Natur.

Fotos: Alexander Schwarz
Mehr Infos unter www.lichtpapier.de