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12. Mai 2014

An den Quais von Dunkerque

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Kapitel 1

Erlebniswelt am Hafenquai

Ganz verschiedene Aspekte der maritimen Geschichte können Besucher im Hafenmuseum in Dünkirchen entdecken. Während ein Teil der Ausstellung eine regionale Perspektive eröffnet und die Entwicklung des Port de Dunkerque vom kleinen Fischerei- und Handels- zum großen Industriehafen abbildet, richtet sich der Blick des Museums in einem anderen Ausstellungsbereich hinaus in die Welt. Zweigeteilt ist auch die Form der Präsentation. Das Musée portuaire de Dunkerque residiert in einem alten Tabakspeicher am Quai, hat vor seiner Tür aber außerdem fünf historische Schiffe vertäut, auf denen Seefahrtsgeschichte in ausgesprochen authentischer Weise erlebt werden kann.

Seit Sommer 2013 bietet das Museum seinen Besuchern nun eine deutlich erweiterte Dauerausstellung. Als regionale Kulturhauptstadt 2013 hat die Stadt Dunkerque finanzielle Mittel bereitgestellt und einen weiteren 200m2 großen Saal im alten Tabakspeicher herrichten lassen. In diesem Saal »Cargo« wird anhand ganz unterschiedlicher Exponate und Medien die Bedeutung der Institution Hafen für die Entwicklung Europas erklärt. Entstanden ist die Exposition in Zusammenarbeit mit anderen martimen Museen Europas wie zum Beispiel Barcelona, Gdansk, Rotterdam, London oder Venedig. Ein Glanzstück der Präsentation ist eine genuesische Galeere in Originalgröße.

Das Hafenmuseum in Dünkirchen hat einen neuen, 200m2 großen Saal. Die Ausstellung zur Entwicklung der Schifffahrt und der Häfen in Europa wird von einem stimmungsvollen Lichtkonzept inszeniert.

Information und Erlebnis

Der neue Saal öffnet sich über zwei der drei Stockwerke des Museums. Eine im oberen Bereich umlaufende gläserne Galerie erlaubt interessante Ein- und Ausblicke in den Saal und die sich unmittelbar anschließenden Museumsbereiche, aber auch auf ein 3D-Video, das großformatig eine Wandfläche des Saales füllt. Eine ganz besondere Atmosphäre entsteht durch große Kupferplatten an den Wänden des Raumes, der selbst an das Innere eines Schiffsrumpfs erinnert.
Gestützt wird das besondere erlebnisorientierte Ausstellungskonzept ganz entscheidend von der Beleuchtung. Sie sollte nicht nur gute Sehbedingungen schaffen, sondern das Raumvolumen und die Exponate auch dramatisch inszenieren.

Eine Galerie mit Glasbrüstung und -boden umläuft den Saal im oberen Bereich. Von hier aus kann der Besucher ein großformatiges 3D-Video anschauen. Die Beleuchtung erfolgt zurückhaltend mit blauen LED-Lichtlinien und Akzentlicht in den Wandnischen.

Flexibles LED-Licht

Als vielseitiges Werkzeug dafür erweisen sich die flexiblen LED-Lichtlinien von LED Linear. Insgesamt kommen sie in vier verschiedenen Typen zum Einsatz. Während »VarioLED Flex Venus W TV« und »Flex Venus W SV« weißes LED-Licht in verschiedenen Farbtemperaturen bereitstellen, setzen die RGB-LED-Linien »Flex Venus RGB TV« farbige und »Flex Venus Color B TV« farbdynamische Akzente. Alle vier Modelle basieren auf opal vergossenen LED-Strings. Die Vergussmasse sorgt für eine verlustarme und homogene Abstrahlung des Lichts, einzelne Lichtpunkte sind hier nicht auszumachen, stattdessen steht dem Lichtplaner ein gleichmäßig abstrahlendes, durchgehendes Lichtband ohne Schattenzonen zur Verfügung. Als praktisch bei der Integration der Lichtlinien in die Architektur erweisen sich nicht nur ihre Flexibilität sowie die geringen Querschnitte und Biegeradien. Die teils beträchtlichen Längen, die sich mit nur einer Einspeisung umsetzen lassen, senken zudem auch den Verkabelungsaufwand. Alle vier Modelle der LED-Linien sind mit Schutzart IP57 für den Innen- und Außenraum, selbst bei rauen klimatischen Bedingungen geeignet und weisen eine hohe Beständigkeit gegen Salzwasser-, UV-Einstrahlung sowie chlor- und lösungsmittelhaltige Substanzen auf. Bei der Anwendung im Hafenmuseum von Dünkirchen können die LEDs allerdings noch einen weiteren Vorteil ausspielen: Ihr UV- und IR-freies Licht ist aus konservatorischer Sicht unbedenklich. Das heißt, die historischen Dokumente und Fotos sowie die vielen anderen empfindlichen Materialien können mit ausreichenden Beleuchtungsstärken, für den Museumsbesucher gut erkennbar, erhellt werden.

Wichtiges raumbildendes Element sind große Kupferplatten. Ihre Konturen werden mit LED-Lichtlinien nachgezeichnet.

Bauherr: Communité Urbane de Dunkerque
Architekten: Atelier 3a, Leffrinckoucke (F)
Lichtdesign: Yannick Ferret + Scénorama, Lyon (F), www.scenorama.net
LED-Lichtlinien: LED Linear, Neukirchen-Vluyn, www.led-linear.de
Fotos: LED Linear France, Horbourg Wihr (F)