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28. Januar 2014

Fachwerk und Smartphone

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Kapitel 1

Das Landhaus wurde im 16. Jahrhundert als Hall House errichtet. Heute steht der Fachwerkbau unter Denkmalschutz.

Zwei Cottages und eine Scheune

Das Anwesen wurde im 16. Jahrhundert ursprünglich als großes Hall House angelegt und später in zwei Cottages unterteilt. Diese sind bis heute über vier Treppen miteinander verbunden, so dass es sich praktisch um ein Gebäude handelt. Das Büro des Besitzers befindet sich in einer umgebauten Scheune auf demselben Grundstück. Um alle Bereiche des Anwesens mit möglichst geringer Verkabelung zu verbinden, wurden die Cottages komplett mit dem Lichtsteuerungssystem »HomeWorks QS« von Lutron ausgestattet. »Wir haben das Gebäude auf den neuesten Stand der Lichttechnik gebracht und dennoch seinen traditionellen Charakter erhalten«, sagt Stephan Saremba von Lutron.

Herausfordernde Infrastruktur

Die Hürden zur Erneuerung der Lichttechnik des alten Fachwerkhauses waren immens: »Unsere Aufgabe bestand darin, ein kabelgebundenes System in ein nahezu kabelloses zu überführen – ohne durch den Umbau die vorhandene Bausubstanz zu beschädigen«, erklärt Lichtdesigner Max von Barnholt, Design Director bei VBK Lighting Consultants, und ergänzt: »Das Lichtsteuerungssystem sollte zudem nicht nur Energie einsparen, sondern auch via Fernbedienung bzw. iPhone und iPad ansprechbar sein.« – Eine große Aufgabe, insbesondere in einem antiken Gebäude mit Wänden aus Lehm und Holz.

Verschiedene Räume des Hauses werden von Leuchten in antikem Stil erhellt. Teilweise wurden diese von Halogenlampen auf dimmbare LED-Lichtquellen umgerüstet.

Voll integriert, kabellos und kaum zu sehen

Um die verschiedenen Bereiche des Hauptgebäudes optimal miteinander zu vernetzen, wurden im ersten und zweiten Stockwerk je ein Prozessor des »HomeWorks QS«-Systems sowie vier Funkverstärker installiert. Zudem wurde das Haus mit elf »Grafik Eye QS«-Keypads ausgestattet. Mit ihnen werden die 66 Schaltkreise bedient. Über weitere Bedienstellen lassen sich auch voreingestellte Lichtszenen via Fernbedienung abrufen. Im Zuge der Umbauten entfernten die Installateure den Großteil der sichtbaren Kabel des Vorgängersystems. Übrig blieben einzig die Stromkabel, die die Prozessoren des Lichtsteuersystems versorgen. Alle weiteren Komponenten, wie Leuchten, Keypads, Jalousiesteuerungen und Sensoren kommunizieren kabellos mit den Zentralen. Dank der robusten, »Clear Connect Radio Frequency«-Technologie (RF) ließen sie sich also installieren, ohne die Bausubstanz angreifen zu müssen.

Die verwendeten Funkverstärker sind unauffällig angebracht, so dass der typischen Cottage-Stil beibehalten werden kann.

Die Jalousien des zweistöckigen Scheunenumbaus werden über Lutrons »Sivoia QS« ebenfalls kabellos gesteuert. Da eine Anbindung an das Hauptsystem besteht, lässt sich der Großteil des Anwesens von einem Punkt aus steuern. Eine Verkabelung zwischen Scheune und Haupthaus war nicht notwendig – auch hier erfolgt die Kommunikation per Funk.

Historische Beleuchtung und Energiesparpotenzial

Nahezu alle Lichtquellen im Cottage waren Halogenlampen. Diese wurden in einigen Räumen des Hauses bewusst durch LED-Lampen im Retro-Stil ergänzt. Im Weinkeller beispielsweise erinnert die Beleuchtung an historische Lampen aus dem 16. Jahrhundert, aber als Lichtquelle dienen LEDs. Die dimmbaren LED-Lampen wurden in die Komplettlösung des »HomeWorks QS«-Systems integriert. Gleiches gilt für die Außenbeleuchtung, die durch eine astronomische Zeitschaltuhr gesteuert wird.

Die Verwendung stilistisch passender Leuchten und Lampen fügt sich nahtlos in die Optik ein.

Aber nicht nur ästhetische Aspekte und ein größerer Komfort standen bei der Erneuerung der Lichtsteuerung im Vordergrund – sondern auch Effizienzsteigerungen. Neben einem Urlaubsmodus besitzt »HomeWorks QS« weitere intelligente Features. Die »Master-off«-Funktion garantiert, dass alle Lampen ausgeschaltet werden, etwa wenn die Familie am Morgen das Haus verlässt. Zudem sorgen verschiedene voreingestellte Lichtszenarien dafür, dass abhängig von der jeweiligen Tageszeit immer die gewünschte Helligkeit im Haus herrscht und dadurch zusätzlich Energie gespart wird.

Die Erweiterung um eine Temperatursteuerung und um audio-visuelle Komponenten erlaubt die Integration zusätzlicher Funktionen. Dazu zählen etwa Lutrons Tageslichtsensor »Radio PowrSavr« und Anwesenheitssensoren sowie die Steuerung von Fensterbeschattungen via RF. Hinzu kommt die Möglichkeit, Lichtquellen mit hohem Wirkungsgrad, zum Beispiel LEDs, zuverlässig zu dimmen.

Die sich intuitiv erschließenden Menüs werden beim Programmieren automatisch und individuell für die jeweilige Installation generiert. Die drei Tasten im unteren Bereich bieten Zugriff auf häufig benutzte Lichtfunktionen.

Weitere Informationen:

VBK Lighting Design Consultants, Brighton, http://www.vbklighting.co.uk
Fotos: Lutron, Coopersburg/Pennsylvania, www.lutron.com