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28. Januar 2014

Arbeitsplatzbeleuchtung im Bürogebäude in Groningen

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Kapitel 1

Der Komplex – freundlich und zukunftsorientiert

Die neue Unterkunft der beiden Regierungsämter sollte nichts mit staubigen und tristen Klischees zu tun haben, die manch einer mit großen Bürokomplexen und insbesondere Behörden verknüpft. Dieses Ziel setzte das Architekturbüro UN Studio aus Amsterdam bemerkenswert um. Schon von außen zeigt sich das fast 100m lange Bürogebäude in asymmetrischer Gestalt, aus der sich zwei Bürotürme erstrecken – einer umfasst über zwölf, der andere über 25 Geschosse. Das zunächst verspielt anmutende Gebäude ist bis ins letzte Detail durchdacht. Die geschwungene Form der Fassade ging aus intensiven Sonnen- und Wind-Studien hervor. Es integriert sich mit seinen Terrassen und abgerundeten Ecken in den angrenzenden Stadtgarten »Sterrenbos«. Im Inneren setzt sich der Eindruck fort. Gemeinsam mit dem Amsterdamer Studio Linse wurde hier eine nachhaltige Arbeitsumgebung geplant und umgesetzt. Weniger Materialien, weniger Energiekosten und viel natürliches Tageslicht lautete der Anspruch.

Die Bürowelt – offen und kommunikativ

Anstelle in Sackgassen endender Flure führen abwechslungsreiche Wege durch das Gebäude. Man könnte einen Spaziergang durch den Bau unternehmen, ohne umkehren zu müssen, immer mit der Möglichkeit, den Blick nach draußen ins Freie zu richten – ins Grüne. Diese Offenheit durchdringt die gesamte Gestaltung und unterstützt eine insgesamt sehr moderne Arbeitswelt. Den Beamten stehen stilvoll eingerichtete Kommunikations- und Loungebereiche sowie Coffee Corners und eine Kantine zur Verfügung – überall kann gearbeitet werden. Warme Farbtöne wie Fuchsia und Sonnengelb ziehen sich durch das gesamte Innendesign, die Arbeitsplätze selbst sind in ruhigen Naturtönen gehalten. Die Flächeneffizienz der Büros wurde durch Desksharing erhöht. Insgesamt befinden sich fast 2300 ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze in beiden Behörden.

Kräftige warme Farbtöne sorgen im gesamten Gebäude für eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Wichtiges Credo bei der Gebäudeplanung und -ausstattung war die Nachhaltigkeit.<br />Foto: Ronald Tilleman

In den Büroebenen dominieren ruhige Naturtöne. Alle Räume werden großzügig mit Tageslicht versorgt.<br />Foto: Ewout Huibers

Die Arbeitsplatzleuchte – effizient und ergonomisch

Die Beleuchtungslösung sollte sich in die durchdachte Bürowelt optimal integrieren. 30 verschiedene Arbeitsplatzleuchten wurden auf Herz und Nieren geprüft – die bereits mehrfach ausgezeichnete »Minela« von Waldmann schließlich ausgewählt. Qualität, Design, Effizienz und Ergonomie der Leuchte ergaben ein stimmiges Gesamtbild, das sich in das Konzept des Projektes einfügt.

Eine mit 5W betriebene High-Power-Multichip-LED leuchtet den Schreibtisch großflächig und gleichmäßig ohne störende Schattenbildung aus. Die Leuchte kann für jede individuelle Sehanforderung eingestellt werden. Die Position ist mit einer Hand leicht zu verändern, außerdem ist die »Minela« dimmbar. Eine ihrer Besonderheiten ist die Auto-Off Funktion. Dadurch schaltet sie nach zwei Stunden ununterbrochenem Betrieb automatisch aus. Unnötiger Energieverbrauch wird folglich verhindert. Eine klare Linienführung, das kontrastreiche Zusammenspiel aus Weiß und Schwarz sowie den kantigen und elliptischen Formen bestimmen die Optik.

Der Entscheidung für die LED-Arbeitsplatzleuchte "Minela" war eine Evaluierung von insgesamt 30 Produkten vorausgegangen. Effizienz und Ergonomie waren dabei ausschlaggebende Kriterien.<br />Foto: Ronald Tilleman

Das Projekt – nachhaltig und durchdacht

Die Leuchtenwahl an den Arbeitsplätzen unterstreicht den zugrundeliegenden Lebenszyklusansatz des gesamten Projektes: Experten aus allen relevanten Bereichen waren von Anfang an in das Projekt involviert, um die beste, kosteneffektivste und umweltfreundlichste Lösung im Hinblick auf die langfristige Gebäudenutzung zu finden.

Die niederländische Regierung ist Bauherr des Gebäudes, das als Public-Private-Partnership-Projekt entstand – einer privat-öffentlichen Zusammenarbeit. Dabei wird der Staat durch private Unternehmen unterstützt. Für den Groninger Bau bildete sich das Konsortium DUO², das die Finanzierung, Entwicklung und Planung durchführte und den Komplex auch in den ersten 20 Jahren betreibt. Innerhalb dieses Zeitraums soll es öffentlich genutzt werden. Eine spätere Umwandlung in private Wohnungen ist möglich. Dafür wurde dem Verwaltungsbau von vornherein ein feinmaschiges Raster von 1,20m statt der in Verwaltungsgebäuden üblichen 1,80m zu Grunde gelegt.

Weiterführende Infos

Bauherr: Niederländische Regierungsbehörde im Auftrag der DUO (Dienst UitvoeringOnderwijs (Zentrale Registrierungs- und Vergabestelle von Studienplätzen) und dem Belastingdienst (Finanzamt)

Architekt: UNStudio, Amsterdam, www.unstudio.com

Innenarchitekt: UN Studio gemeinsam mit Studio Linse, Amsterdam, www.studiolinse.com

Lichtlösung: Waldmann, Villingen-Schwenningen, www.waldmann.com