Projekte

New Work Spaces nach modernsten Standards

20.10.2020

Auf einen Blick

Im Drehkreuz von Straßen und Schienen bilden die Münchner Bavaria Towers ein neues Landmark im Osten der Stadt. Im höchsten der vier Türme bietet Design Offices auf sieben Etagen und 9.000 Quadratmetern New Work Spaces nach den modernsten Standards an. Der Anbieter innovativer Corporate Coworking-Lösungen fand in Occhio einen zuverlässigen und starken Partner für die ganzheitliche Umsetzung des umfassenden Lichtkonzepts, das den Budgetvorgaben durch intelligente Lichtgestaltung begegnet – und mit höchster Design- und Lichtqualität das Interieur auf ein vollkommen neues Niveau hebt.

Im Münchner Stadtteil Bogenhausen entstand mit den Bavaria Towers ein modernes Architekturensemble, mit dem Offices und Hotellerie einer neuen Generation aufeinandertreffen. Im höchsten der vier Türme hat Coworking Space Anbieter Design Offices insgesamt sieben Etagen bezogen, um dort New Work nach den modernsten Standards anzubieten. Die maximale Flexibilität, die dem Office-Konzept innewohnt, war auch der Maßstab für das Lichtkonzept von Occhio.

Die Münchner Bavaria Towers bilden ein neues Landmark im Osten der Stadt. Im höchsten der vier Türme bietet Design Offices auf sieben Etagen New Work Spaces nach den modernsten Standards an. (Foto: Christoph Philadelphia)

Die Flexibilität in der Lichtgestaltung wird vor allem durch ein Schienensystem erreicht, das einerseits mit dem trapezförmigen Grundriss des Gebäudes harmoniert und gleichzeitig auf die besonderen Anforderungen und Gegebenheiten reagiert. Entstanden ist ein stringentes Schienenraster, das sich vom Mittelpunkt des Towers aus strahlenförmig in den einzelnen Geschossen verteilt. Das flexible Beleuchtungskonzept erstreckt sich über die gesamte Fläche von 9.000 m2 und wird vor allem durch die Leuchtenserien »Mito«, »Mito linear« und »Più« abgebildet. Den strengen Budgetvorgaben konnte durch intelligente Lichtgestaltung begegnet werden. Die Projektservices von Occhio – von der Lichtgestaltung über die Projektabwicklung bis hin zur finalen Abnahme – kamen bereits insgesamt bei fünf Standorten von Design Offices zum Einsatz.

In den Regelgeschossen setzt sich das Rastersystem durch alle Bereiche konsequent fort, bestückt mit jeweils drei »Più R alto 3d«-Strahlern und einer Pendelleuchte »Mito volo track«. (Foto: Christoph Philadelphia)

Vom Gefühl, willkommen zu sein

Auch das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes fand bei der Lichtgestaltung Berücksichtigung. So rückte etwa die Gestaltung der Deckenuntersicht als von außen sichtbare Fläche in den Mittelpunkt der Planung. Diese wird von den durchgängigen Rastern aus schwarzen Schienen inszeniert. Gleichzeitig kommuniziert das Gebäude mit dem Rhythmus des Tageslichts: morgens und abends warmes Licht, tagsüber verlaufend mehr Kühle. Dank »color tune« lässt sich die Farbe des Lichts dynamisch anpassen – und per »Occhio air« synchron über alle Stockwerke hinweg steuern.

Loungebereiche laden zum ungestörten Arbeiten, Besprechen oder Ausruhen ein. (Foto: Christoph Philadelphia)

In der zweiten Etage befindet sich der Empfang. Hier kommen Menschen zusammen – Loungebereich, Cafébar und eine große Außenterrasse laden zum kreativen, lockeren Austausch ein. Für dieses Szenario wünschte sich Design Offices eine Beleuchtung, die konzeptionell von der repetitiven Kontinuität der Regelgeschosse darüber abweicht. Dennoch kommen hier dieselben Leuchten zum Einsatz, die das gesamte Projekt begleiten: der Strahler »Più R alto 3d« als Schienenversion und eine Sonderversion der Pendelleuchte »Mito sospeso« mit schwarzem Baldachin. Die Lebendigkeit durch unterschiedliche Höhen und die lose Anordnung erzeugen optische Leichtigkeit, die für die gesamte zweite Etage signifikant ist.

In bester Gesellschaft – Situatives Licht

In der Arena – ein großer Multifunktionsraum, der von Inhouse-Kunden und externen Unternehmen für Firmenfeiern, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Business Events und vieles mehr angemietet werden kann – punktet »Mito sospeso« mit ihrer großen Varianz. Mit der verstellbaren Pendelhöhe kann diese Zone allen Eventualitäten entsprechen. Schnell kann man die einzelnen Leuchten auf die gewünschte Höhe bringen und genießt größtmöglichen Gestaltungsspielraum während »color tune« das situative Einstellen der Farbtemperatur des Lichts ermöglicht.

Im Empfangsbereich wird die Deckenuntersicht über durchgängige Raster aus schwarzen Schienen strukturiert. Dank »color tune« lässt sich die Farbe des Lichts dynamisch anpassen und synchron über alle Stockwerke hinweg steuern. (Foto: Christoph Philadelphia)

Im Gespräch bleiben – Atmosphärisches Licht

In den sehr hochwertig ausgestatteten und wohnlich anmutenden Besprechungsräumen, die mit bekannten, sorgfältig ausgewählten Designklassikern möbliert sind, setzt sich die angedeutete Verspieltheit in der Beleuchtung fort. »Mito sospeso« inszeniert einen einladenden Treffpunkt, der zusammenbringt, verbindet und eint. Ihr Licht lässt sich in seiner Farbtemperatur situativ abstimmen – von anregendem Licht am Morgen bis hin zu warmem Licht für entspanntes Networking. Meetings erfahren so eine vertraute und persönlichere Atmosphäre.

Die Stille an Bord – Licht trifft Akustik

Für den multifunktionalen Meet & Move Room gab es eine zusätzliche Anforderung an das Lichtplanerteam von Occhio, die zu einer Leuchten-Sonderlösung führte: »Mito soffitto« wird hier mit akustisch wirksamem Material in Form von runden, schwarzen Paneelen aus PET eingesetzt, die im Material die vorhandenen Stellwände von Design Offices aufgreifen. Diese Sonderlösung kombiniert erstmals Licht und Akustik in einer Occhio-Leuchte, die als »Mito soffitto acoustic« in abgewandelter Form in das Portfolio aufgenommen werden wird.

Perfekter Paarlauf – Flexibles Licht

In den Regelgeschossen kommt die hohe Flexibilität des Lichtkonzepts ein weiteres Mal ins Spiel und gewährleistet einen großzügigen Individualisierungsgrad. Hier setzt sich das Rastersystem durch alle Bereiche konsequent fort, bestückt alternierend mit jeweils drei »Più R alto 3d«-Strahlern und einer Pendelleuchte – »Mito volo track«. Das Layout der Lichtschienen korrespondiert dabei eng mit der Architektur: Einerseits wurde auf die Fensterachsen eingegangen, zum anderen wurden alle Unterzüge, die optional für Zwischenwände genutzt werden können, miteinbezogen.

Der kleinste gemeinsame Nenner

Die kleinste Office-Einheit fungiert als Einzel-, Zweierbüro oder Besprechungsraum für vier Personen. Es ist mit zwei Schienen – einmal mit Pendelleuchte und einmal mit Strahlern – ausgestattet. Mit diesem Format offenbart sich die Flexibilität beider Komponenten, Architektur und Lichtkonzept, am deutlichsten: flexible Stellwände einerseits, die den Großraum zu Mini-Büros werden lassen und das konsequent durchkomponierte Schienenraster mit Leuchten von Occhio. Auch hier ergänzt das punktuelle, gerichtete Licht die nach oben abstrahlende diffuse Komponente der Pendelleuchte.

Weitere Informationen:

Realisierungsjahr: 2020
Architektur: Nieto Sobejano Arquitectos, Madrid/Berlin, www.nietosobejano.com
Leuchten: Occhio, München, www.occhio.de
Text: Barbara Jahn-Rösel
Fotos: Christoph Philadelphia


Teilen & Feedback