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Lumineszierende Gläser

19.11.2021

Das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe und die Tailorlux GmbH entwickeln gemeinsam lumineszierende Gläser für den Produktschutz.

Lumineszierende Gläser erhalten ihre Wirkung durch Metallionen aus der Gruppe der Seltenen Erden, die ein elementspezifisches Emissionsspektrum aufweisen. (Foto: Fraunhofer AWZ Soest/Bernd Ahrens)

Die Technologie des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Anorganische Leuchtstoffe eröffnet Tailorlux eine neue Materialklasse zur Markierung von Produkten wie Kunststoffen, Fasern oder Harzen. Der Markierungsspezialist aus Münster möchte seinen Kunden eine stets individuelle sowie maschinenlesbare Markierung anbieten und geht dazu mit dem Fraunhofer AWZ Soest neue Wege für den optischen Fingerprint.

Die lumineszierenden Gläser zeichnen sich durch eine hohe mechanische und chemische Stabilität aus. Zur optischen Aktivierung werden dem Glas Metallionen aus der Gruppe der Seltenen Erden hinzugefügt, die ein elementspezifisches Emissionsspektrum aufweisen. Dabei sind die Gläser sehr flexibel hinsichtlich der Art und Höhe der Dotierung, so können problemlos verschiedene Metallionen dem Glas hinzugefügt werden. Die Komplexität des sich ergebenden Emissionsspektrums, also der Fingerprint des Glases, kann durch Zweifach- oder Mehrfachdotierung signifikant gesteigert werden. Der Fingerpint hängt hierbei nicht nur von Art und Höhe der Dotierung ab, sondern auch von der Anregungswellenlänge.

Abhängig von der Anregungswellenlänge verändert der Leuchtstoff seine Farbe. »Die Vielzahl an Möglichkeiten in der Kombination von Dotierungsart und -höhe eröffnet für die Verwendung der lumineszierenden Gläser ein neues Anwendungsfeld: die Produktmarkierung. Die dabei entstehenden unterschiedlichen Spektren können so die genaue und individuell gewünschte Nachverfolgung sicherstellen«, so Prof. Dr. Schweizer, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Anorganische Leuchtstoffe in Soest.

www.imws.fraunhofer.de


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