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UV-C-Sonne für mehr Nähe

03.05.2021

Inspiriert durch das Licht der Sonne und gestützt auf den Fakt, dass UV-Strahlung Coronaviren wirksam bekämpft, hat der niederländische Künstler Daan Roosegaarde »Urban Sun« vorgestellt: Das Projekt nutzt UV-C-Strahlung, um endlich wieder mehr Nähe im öffentlichen Raum zu ermöglichen.

(Foto: Daan Roosegaarde)

Gemeinsam mit Designern und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt will Daan Roosegaarde die Kraft des Lichts gegen Coronaviren nutzen, um unser Wohlbefinden zu verbessern. Das Projekt »Urban Sun« strahlt einen großen Kreis von sogenanntem Fern-UV-C-Licht mit einer Wellenlänge von 222 nm in öffentliche Räume und reinigt die Luft von Keimen. Ein erster Pilotversuch fand in Rotterdam statt.

(Foto: Daan Roosegaarde)

Das Projekt soll zeigen, wie sich die negativen Auswirkungen der sozialen Isolation mildern lassen und kulturelle Zusammenkünfte bei Events, auf öffentlichen Plätzen oder Schulhöfen wieder möglich sein könnten. Die Fern-UV-C-Lichtquelle wird vom niederländischen nationalen Metrologieinstitut VSL gemessen und kalibriert, um alle Sicherheitsstandards zu erfüllen. Laut dem Projektteam zeigt die Forschung, dass ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge von 222 nm die Anwesenheit von Viren – einschließlich verschiedenen Stämmen von Coronaviren und Influenza – um bis zu 99,9 % reduzieren kann. Während herkömmliches 254 nm-UV-Licht schädlich für den Menschen ist, gilt das spezielle Far-UV-C-Licht als sicher für Mensch und Tier.

(Foto: Daan Roosegaarde)

(Foto: Daan Roosegaarde)

Daan Roosegaarde sagt zu seiner Schöpfung: »Plötzlich ist unsere Welt voll von Plastikbarrieren und Abstandsaufklebern, unsere Familie reduziert auf Pixel auf einem Computerbildschirm. Seien wir die Architekten unserer neuen Normalität und schaffen wir bessere Orte der Begegnung und Interaktion.« Er sucht nun Partner, die mit ihm Anwendungen für den öffentlichen Raum weiterdenken wollen.

Weitere Informationen:
Bericht zur Sicherheit von 222-nm-UV-C-Licht: https://li.rpv.media/2xx
Quelle und Fotos: Daan Roosegaarde, www.studioroosegaarde.net


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