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Kommunikative Lampe

17.11.2020

Eine Alexa-fähige Lampe und ein Apple HomeKit konnten bisher nicht kommunizieren. Beide Systeme nativ und parallel auf einem Microchip zu nutzen, war unmöglich. Smart IoT hat dafür nun eine marktreife Lösung entwickelt.

Bis die Logik für die smarte Lampe auf einem Chip landete, haben die Entwickler aus Essen zahllose Tests durchgeführt. (Foto: Michael Bokelmann)

Apples HomeKit und Alexa nativ und parallel auf einem Microchip zu nutzen, was bisher nicht möglich. Auf dem verbauten Microchip gibt es nur einen internen Speicher und den kann man nicht ohne weiteres von zwei Systemen ansprechen. Weltweit versuchen Entwickler dieses Systemrätsel zu knacken. Bisher hofften alle auf CHIP, jenem Protokoll, mit dem Apple, Google und Amazon zusammen mit der ZigBee Alliance endlich für Kompatibilität sorgen wollen. Doch ob und wann sich die großen Hersteller einigen steht in den Sternen. Die Essener Firma smart IoT hat nun eine Lösung entwickelt, die bereits marktreif ist: Ihre Lampe leuchtet, egal von welchem System aus sie angesprochen wird.

So funktioniert das System

IKEA und Alexa benutzen beide den Zigbee-Home-Automation-Standard, dennoch ist IKEA nicht in der Lage, mit Alexa gleichzeitig zu arbeiten. Es ist nun mal ein eigenes Ökosystem. Das gleiche gilt für Bosch, Amazon, Philips und viele mehr. Hier eine Alexa, dort ein HomePod (Apple). Die Smart IoT-Lampe hingegen kommuniziert weder über WLAN noch über eine Bridge, sondern kann via Zigbee mit Alexa sprechen und über Bluetooth mit HomeKit. Und zwar in weniger als 30 Millisekunden.

Eine IKEA-Lampe kann über die Bridge mit einer Cloud wiederum mit Alexa kommunizieren. Ein Datenaustausch, der sich zwar ebenfalls in Millisekunden bemisst, dessen Wege sich aber addieren und dann plötzlich doch über 100 Millisekunden bis zur Reaktion der Lampe aufweisen, manchmal auch eine ganze Sekunde oder mehr – und die kommt auch bei unserer vergleichsweise trägen Wahrnehmung an.

Das System muss nicht eingerichtet werden, stattdessen wird die Lampe in die Leuchte gedreht und Alexa kann sie steuern. Für das Apple HomeKit genügt es, einen QR-Code zu scannen.

Die smart IoT-Geschäftsführer Roland Derler (l.) und Sebastian van Wickern mit dem cleveren Chip für ihre smarte Leuchte. (Foto: Michael Bokelmann)

Smart IoT will nun mit Industrieunternehmen White-Label-Lösungen erarbeiten. Je nachdem, wer die zu steuernden LEDs herstellt, besitzen die Leuchte unterschiedliche Farbtemperaturen. Geplant ist auch eine Pro-Variante für Lampen mit einer DALI/DALI2-Anbindung.

www.smart-iot.solutions


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