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Hoffnungsstern in Köln

14.01.2021

Manchem mag die dunkle Jahreszeit dieses Mal noch dunkler erscheinen. Doch so, wie laut Matthäusevangelium eine Himmelserscheinung die weisen Sterndeuter zum Geburtstort Jesu geführt hat, sollte der von Heiligabend bis zum 10. Januar angestrahlte »Stern von Bethlehem« auf dem Vierungsturm des Kölner Doms ein weithin sichtbares Zeichen für Hoffnung und Zuversicht setzen.

Der leuchtende Stern über dem Dom kündet davon, dass Jesus Mensch geworden ist. Illuminiert sollte er diesen Winter trösten und Mut machen. (Foto: Isabel Sternkopf, Licht Kunst Licht)

Der vergoldete, im Durchmesser 1,46 Meter messende Kupferstern wurde am 15. Oktober 1860 vom damaligen Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner eigenhändig auf den höchsten Punkt des seinerzeit noch unvollendeten Domes gesetzt. Dort auf der Kreuzblume des Vierungsturms, der den Raum markiert, in dem Lang- und Querhaus sich schneiden, sitzt der 19-zackige Stern noch heute in 109 Metern Höhe. Denn genau darunter, so war es im Mittelalter geplant, sollte der Schrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige, die Erzbischof Rainald von Dassel 1164 nach Köln gebracht hatte, platziert werden.

Zwar befindet sich das kostbare Reliquiar nun einige Meter weiter ostwärts an zentraler Stelle hinter dem Hochaltar im Chorraum, doch der Stern als Wegweiser ist heute noch so bedeutsam wie vor über 2.000 und vor 160 Jahren.

Realisierung

Der leuchtende Stern über dem Dom kündet davon, dass Jesus, das Licht der Welt, Mensch geworden ist. Der illuminierte Stern sollte zudem trösten und Mut machen. Das Lichtplanungsbüro Licht Kunst Licht mit Sitz in Bonn, Berlin und Barcelona, das derzeit die neue Fassadenbeleuchtung des Domes plant, entwickelte die Idee, den Stern von Bethlehem in der Weihnachtszeit zu beleuchten und setzte die Planung und Durchführung dieser temporären Installation als Geschenk an alle Bürgerinnen und Bürger um.

Der vergoldete Kupferstern wurde 1860 vom damaligen Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner eigenhändig auf den höchsten Punkt des seinerzeit noch unvollendeten Domes gesetzt. (Foto: Isabel Sternkopf, Licht Kunst Licht)

Um den Stern von Bethlehem erstmals in der langen Geschichte des Domes deutlich heller als die Kathedrale leuchten zu lassen, wurden vier lichtstarke Scheinwerfer in etwa 70 Meter Entfernung quasi unsichtbar installiert. Zwei davon befanden sich im Inneren der beiden Haupttürme, die beiden anderen direkt hinter der Giebelwand auf Höhe der Traufen des nördlichen und südlichen Querhauses.

www.lichtkunstlicht.com


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