Projekte

Einem Wahrzeichen würdig

Die neue Außenbeleuchtung des Mailänder Doms

Auf einen Blick

Am 20. Dezember 2018, pünktlich zum berühmten Weihnachtskonzert, ist eine neue Außenbeleuchtung für den Mailänder angegangen.

Anlässlich der EXPO 2015 hatte der Innenraum des Mailänder Doms eine neue Beleuchtung erhalten. Lichtplaner Pietro Palladino hatte auf LED-Lichtwerkzeuge von Erco gesetzt, um eine Lösung zu realisieren, die nicht nur einen ganz neuen Blick auf die erhabene Architektur und die wertvollen Kunstwerke ermöglicht, sondern auch für die verschiedenen religiösen und kulturellen Nutzungen der Kathedrale ganz unterschiedliche Lichtszenen bereitstellt.

Bereits seit drei Jahren wird der Innenraum des Mailänder Doms mit LED-Technik erhellt. Eine Lichtsteuerung hält verschiedene Lichtszenen bereit, helles Licht für die Touristenströme ebenso, wie stimmungsvolle Arrangements für Veranstaltungen und religiöse Feste. (Foto: Erco)

Nun wurde auch die gesamte Außenbeleuchtung des 158 Meter langen und 66 Meters Marmorbaus auf effiziente und langlebige LED-Strahler umgerüstet. Und ein weiteres Mal bewährte sich bei diesem Projekt die Zusammenarbeit von Pietro Palladino vom Büro Ferrara Palladino Lightscape mit Erco.

378 konventionelle Scheinwerfer wurden durch 574 LED-Projektoren ersetzt, um den Dom von allen Seiten und auf ganzer Höhe zu beleuchten. (Foto: Erco)

Für das Prestigeprojekt, beauftragt von der Dombauhütte Veneranda Fabbrica del Duomo di Milano, wurden mit dem Service »Erco individual« aus Serienprodukten individuelle Lichtwerkzeuge – angepasst auf die Anforderungen vor Ort. Über 400 »Lightscan«-Leuchten mit speziell erhöhten Lichtströmen beleuchten die Fassade des Doms. Zur Akzentuierung der gotischen Vertikalen, der Fialen und Turmspitzen kommen kompakte »Gecko«-Strahler zum Einsatz. Die projektspezifisch angepassten Varianten beider Scheinwerfer punkten mit hohen Lumenpaketen, hoher Schutzklasse, speziellen Besfestigungsbügeln entsprechend den Anforderungen des Denkmalschutzes und einer exakt auf den rosa-grau durchsetzten Marmor der Fassade angepassten Gehäusefarbe.

Eine große Herausforderung des Projekts bestand darin, dass die Beleuchtung aller Fassaden samt der unzähligen Details wie Zinnen, Statuen oder Wasserspeier von einer begrenzten Anzahl vorgegebener Leuchten-Standorte aus erfolgen musste. Größtenteils nutzt die neue Anstrahlung die Positionen der Vorgängerinstallation, die ebenfalls von Pietro Palladino umgesetzt worden war. Viele der Projektoren wurden also auf umliegenden Dächern platziert, andere – vor allem im Dachbereich – am Gebäude, wobei die alten Bohrlöcher genutzt wurden.

368 LED-Scheinwerfer wurden auf den Domterrassen platziert und erhellen von hier aus das Strebewerk, die Skulpturen und Wasserspeier, die sich auf diesem Höhenniveau befinden. (Foto: Erco)

Weitere 206 Projektoren sind auf umliegende Masten und Gebäude verteilt. (Foto: Erco)

Trotz der engen bauseitigen Vorgaben und der hohen Anforderungen des Denkmalschutzes konnte ein schlüssiges, ästhetisch überzeugendes Konzept realisiert werden. Feinabgestufte Beleuchtungsstärken berücksichtigen die verschiedenen Beobachterstandorte, arbeiten die Besonderheiten der Architektur, wie z. B. die Glasfenster, optimal heraus und reagieren angemessen auf die hier im Stadtzentrum nicht zu unterschätzende Umgebungshelligkeit.

Bemerkenswert detailreich sind dank des Lichtspektrums der LEDs die Maserung und die Farbnuancen des Candoglia-Marmors wahrnehmbar. (Foto: Erco)

Neben der würdigen und attraktiven Nachtwirkung, die das neue Licht dem berühmten Bauwerk verleiht, bringt es noch zwei weitere Vorteile mit: Der Anschlusswert für die Anstrahlung konnte trotz höherer Beleuchtungsstärken drastisch gesenkt werden(um ca. 40%) und die lange Lebensdauer der LED-Lichtquellen wird erhebliche Wartungskosten einsparen.

Über 2 Mio. Besucher zählt der Dom jährlich. Die neue Lichtlösung wird seiner Beeutung als Wahrzeichen souverän gerecht. (Foto: Erco)

Erco präsentiert die neue Anstrahlung in einem Video: www.erco.com

Weitere Informationen:

Bauherr: Dombauhütte Mailand, La Veneranda Fabbrica del Duomo di Milano, Mailand / Italien

Lichtplaner: Ferrara Palladino Lightscape, Mailand (I), www.ferrara-palladino.com

Leuchten: Erco, Lüdenscheid, www.erco.com

Energieversorgungsunternehmen: A2A S.p.A., www.a2a.eu

 


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