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Eine Partitur aus Musik und Licht

14.09.2021

Architektur und Mensch sind eng miteinander verbunden, so lautet der Grundgedanke einer von noa* entworfenen Installation: Das Konzept für »Transsensorial Gateway« sieht eine Art Licht- und Klanglandschaft vor, die Besuchende des FuoriSalone im Rahmen der diesjährigen Mailänder Designwoche begrüßte. 

(Foto: Alex Filz)

Es öffnet sich auf beiden Seiten des Portals ein Kranz aus Lichtstelen, die in verschiedenen Höhen angeordnet sind und die Sequenz des Bogengangs aus dem 17. Jahrhundert visuell verstärken, der als Kulisse für die Installation dient.

Das Resultat ist ein bildhauerisches Werk, das verschiedene Elemente wie Licht, Klang und Bewegung kombiniert und in einen direkten Dialog mit Mensch und Raum bringt. Die Lichtstelen schaffen Beziehungen und bauen »Brücken« zwischen mehreren Personen, indem das Licht auf die Anwesenheit der Besuchenden reagiert und gleichzeitig die Art und Weise erkennt, wie sie sich zueinander verhalten.

(Foto: Alex Filz)

Durch einen »transsensorischen« Mechanismus wird eine Partitur aus Musik und Licht erzeugt, die nicht nur eng mit Masse und Volumen, sprich mit der Anzahl der Besucher, verbunden ist, sondern diese auch dazu bewegt, Teil der Installation zu werden. Das Resultat ist eine originelle Choreographie aus sich ständig veränderndem Licht und Klang, die in ihrer Art einzigartig ist und den Besuchenden auf seiner weiteren emotionalen Reise durch die verschiedenen Installationen bereichert.

Die 34 Stelen, aus denen der leuchtende Kranz an den Seiten des Eingangs besteht, wurden aus hochreflektierendem Edelstahl angefertigt. Jedes Element ist zwischen 2,50 und 4,00 m hoch und hat einen dreieckigen Querschnitt von 7×7 cm2.

(Foto: Alex Filz)

Mit dem Know-how des Südtiroler Unternehmens ewo konnte das Konzept der Interaktivität in ein funktionierendes System aus Licht und Technik umgesetzt werden. Die Beleuchtung der Stelen erfolgt durch in Längsrichtung angelegte LED- Module, die mit der Blendschutztechnologie »ewoLightTile« ausgestattet sind. Diese Optik eignet sich sowohl für Kunstinstallationen als auch für Projekte, bei denen Menschen und deren Wohlbefinden im Vordergrund stehen. Also Bereiche, in denen sich der Mensch nahe an der Leuchtquelle aufhält, wie urbane Räume, Wohngebiete oder Gehwege.

(Foto: Alex Filz)

Die Klangkomposition von Ebner Film + Music wurde speziell für diese Installation entwickelt und so programmiert, dass sie auf die Vielfalt der von den Sensoren erfassten Situationen reagiert. Der Ton wird über Lautsprecher im Ausstellungsbereich der Installation geregelt, während die Sensoren, welche entlang des Stelenkranzes angeordnet sind, Licht und Ton aufgrund der zwischen den Anwesenden stattfindenden Wechselwirkungen steuern.

www.noa.network | www.ewo.com/de


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