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»Digital Romantic« zur Luminale 2020

13.02.2020

»Das Programm der Luminale – Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung ist beeindruckend, rund 110 Installationen werden vom 12. bis 15. März 2020 – und damit erstmals über ein gesamtes Wochenende hinweg – in Frankfurt und Offenbach zu sehen sein, viele davon im öffentlichen Raum«, sagt Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und Schirmherr der Luminale. »Hinzu kommt ein Bühnenprogramm mit insgesamt 16 Veranstaltungen und 42 TALK Gästen. Festivalzentrum ist, wie schon 2018, das Instituto Cervantes im ehemaligen Amerika-Haus«, erläutert Feldmann.

Am Römer wird ein rundes Jubiläum gefeiert: 3 x 30 Jahre Städtepartnerschaft verbinden Budapest, Leipzig und Prag mit Frankfurt. Drei Künstler-Kollektive aus diesen Partnerstädten gestalten den Römerberg mit dem Rathaus und der Alten Nikolaikirche in einer audiovisuellen 180°-Inszenierung: Maxin10sity aus Budapest, Radiolus aus Leipzig und 3dsense aus Prag. (© Maxin10sity, Budapest, Luminale2020)

REFRAKTO wird in der Katharinenkirche zu erleben sein. Das Projekt verbindet Musik, Sound, Licht und Laser-Mapping zu einem immersiven audiovisuellen Erlebnis (© Katharinenkirche Luminale2020 Mariliis Kundla)

»Digital Romantic« formuliert als Leitgedanke das Spannungsfeld für die Projekte und das Talk-Programm der Luminale. Ausgelotet werden soll aber nicht nur die künstlerische, sondern auch die historische, stadtplanerische und gesellschaftliche Dimension des Schwerpunkts. Zu den Spielstätten zählen die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie etwa der Römer und die Alte Oper ebenso wie weniger bekannte, verborgene Orte wie das Fischergewölbe am Main. Orte, die lange nicht zugänglich waren, wie die St. Leonhardskirche oder ein Kellergewölbe in der Ostparkstraße, können neu entdeckt werden. Die Vielfalt der Beiträge ist groß – Video-Mappings auf Gebäudefassaden, Installationen in Kirchen, den historischen Wallanlagen, am und sogar im Wasser, ein mobiles Lichtkunstwerk, die Inszenierung einer ganzen Straße, ein künstlicher Himmel, Augmented Reality, Konzerte, Performances und eine Reihe von Initiativprojekten der Frankfurter und Offenbacher Stadtgesellschaft bilden ein facettenreiches Programm. Eine Arbeit thematisiert Licht, ohne es einzusetzen.

Die Luminale lädt dazu ein, die Stadt neu zu entdecken und den öffentlichen Raum zu erkunden, zum Beispiel auf dem Light Walk, der zahlreiche Spielstätten zu einem Stadtrundgang verbindet.

www.luminale.de

Im ehemaligen O25 in der Ostparkstraße macht der japanische Künstler Yasuhiro Chida in seiner Installation »Myrkviðr« das Naturphänomen des Diamantenstaubs sichtbar. Chida ist Finalist des International Light Art Award (ILAA) 2019, der vom Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna vergeben wird. (© Yasuhiro Chida, Luminale2020, Frank Vinken, Centre for International Light Art Unna)


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