Projekte

DDR-Moderne in neuem Glanz

Neueröffnung des Kulturpalastes Dresden

Auf einen Blick

Mit der Neukonzeption des Kulturpalastes erhält Dresden nicht nur einen Konzertsaal von internationalem Rang, sondern auch ein konzeptionell offenes Haus der Kultur und des Wissens sowie einen Ort der zwanglosen bürgerschaftlichen Begegnung und Kommunikation.

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Mit der Wiedereröffnung des Kulturpalastes nach vier Jahren Bauzeit bekommt Dresden einen international wettbewerbsfähigen Konzertsaal, der unterschiedlichen musikalischen Formaten und Ensembles Raum bieten wird. (© Christian Gahl /gmp Architekten)

Am 28. April 2017 ist es soweit: Der neue Konzertsaal im Kulturpalast Dresden wird mit einem Festakt feierlich eröffnet. Am Tag danach werden mit der neuen Zentralbibliothek sowie dem Saal für das Kabarett »Herkuleskeule« die Räume weiterer Hauptnutzer des Kulturpalastes eingeweiht. Sowohl die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudebestandes als auch der Neubau des Konzertsaales mit rund 1.800 Plätzen, der u.a. als Spielstätte der Dresdner Philharmonie dienen wird, wurde nach einem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) realisiert, die 2009 den Wettbewerb für das Projekt gewinnen konnten.

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Mit dem Kulturpalast erhielt die 1945 zerstörte Dresdner Innenstadt 1969 einen markanten Neubau, der als sichtbares Zeugnis des Wiederaufbaus rasch Anklang bei Künstlern und Publikum fand. Sanierung und Umbau setzten auf die gewachsene Identität des Hauses auf. Das Bild zeigt den Zugang zum Konzertsaal. (© Christian Gahl /gmp Architekten)

Während der Bau als herausragendes Beispiel der DDR-Moderne äußerlich weitgehend entsprechend dem Ursprungszustand von 1969 wiederhergestellt ist, sind im Inneren in der räumlichen Organisation und der Erschließung neue Akzente gesetzt worden. Das Miteinander von Kultur, Bildung und Unterhaltung, das für eine durchgehende Belebung des Hauses durch ganz unterschiedliche Nutzergruppen sorgt, verdichtet sich räumlich in dem großen zum Altmarkt orientierten Südfoyer, das nun als Erschließung aller drei Hauptnutzungen dient und so zu einem hoch frequentierten und belebten Ort wird. Das Kabarett »Herkuleskeule« befindet sich unterhalb des Konzertsaales, der in den beiden Obergeschossen passgenau wie ein Futteral von den Räumen der Bibliothek umschlossen wird.

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Bibliotheken verschiedener Standorte werden im Kulturpalast zu einer neuen Zentralbibliothek mit etwa 5 400 qm Fläche zusammengeführt. Das Bild zeigt den Lesesaal. (© Christian Gahl /gmp Architekten)

Mit der Lichtplanung für das große Kulturhaus war die Conceptlicht GmbH aus Traunreut beauftragt. Viele Leuchten für verschiedene Nutzungsbereiche hat die LMT Leuchten + Metall Technik GmbH aus Hilpoltstein geliefert. Dies betrifft sowohl Außenleuchten für Dach-, Fassaden- und Arkadenbeleuchtung, als auch Innenleuchten für Publikumsbereiche und Ränge, Bühne und Orgelbereich im Konzertsaal, die Räumlichkeiten der Herkuleskeule, verschiedene Bibliotheksbereiche, sowie Foyer, Saalzugänge und Windfang. Für den Konzertsaal kommen Downlights und Uplights von LMT zum Einsatz; in anderen Bereichen wurden Deckenleuchten, Stufenleuchten und Voutenleuchten installiert. Teilweise handelt es sich um speziell für das denkmalgeschützte Gebäude entwickelte Sonderleuchten und überarbeitete Bestandsleuchten.

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In allen Nutzungsbereichen kommen effiziente LED-Leuchten wie zum Beispiel dieses LED-Downlight im Konzertsaal zum Einsatz. Aber auch projektspezifische Sonderleuchten und überarbeitete Bestandsleuchten wurden installiert. (Quelle: LMT Leuchten + Metall Technik )

Projektspezifische Sonderleuchten sind ein Spezialgebiet der LMT. Dabei deckt das mittelfränkische Unternehmen mit seinen Mitarbeitern sämtliche Prozesse von der Planung und Entwicklung bis zur Produktion der Leuchte ab, selbstverständlich in enger Kooperation mit Architekten und Lichtplanern. Die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet ist auch in die Sonderleuchten für den Kuturpalast Dresden eingeflossen. Die Konstrukteure setzten dabei auf moderne Produktentwicklungssoftware und für die Fertigung steht ein vielseitiger Maschinenpark zur Verfügung, dessen jüngste Erweiterung eine robotergesteuerte Laser-Schweißanlage der Marke Trumpf ist.

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Eine Lichtinstallation zählt Tage, Stunden und Minuten bis zur Neueröffnung des Kulturpalastes Dresden. Die Anzeige besteht aus 15.000 LEDs, von der jede einzeln mit einer speziell entwickelten Software angesteuert werden kann. Dadurch ist es möglich, Buchstaben und Zahlen abzubilden. (Fotos: Robert Arnold für Intolight)

Projekt: Kulturpalast Dresden, www.kulturpalast-dresden.de
Architekten: gmp Architekten, www.gmp-architekten.de
Lichtplanung: Conceptlicht GmbH, Traunreut, www.conceptlicht.com
Leuchten: LMT Leuchten + Metall Technik GmbH, Hilpoltstein, www.lmtgmbh.de
Lichtsteuerung: Seebacher GmbH, Bad Tölz, www.seebacher.de
Leuchtender Countdown: Intolight, Ritter Schneider Zichner GbR, Dresden, www.intolight.de


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