Technik
Licht 1 | 2021

Zurück in die Zukunft

Austauschbarkeit von Lichtquellen und Betriebsgeräten

Lampe und Leuchtmittel verschmelzen zu einer Einheit – eine Designentscheidung, die den Tausch von Leuchtmitteln zur Herausforderung macht. Dieser Beitrag befasst sich mit den regulatorischen Vorgaben, den Vorteilen von austauschbaren Lichtquellen, den Arten des Austauschs und der Notwendigkeit von Standards, verfügbaren technischen Lösungen sowie den Auswirkungen auf das Leuchtendesign und die Leuchtenindustrie.

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Mit dem Siegeszug der LED ist die althergebrachte Trennung von Leuchtmittel und Leuchte beim Design von LED-Leuchten in Vergessenheit geraten. Bei den Massenprodukten wie LED-Panels, Downlights und High Bays sind Lampe und Leuchte zu einem Produkt verschmolzen. Eine wesentliche Begründung für diese Designentscheidung war die lange Lebensdauer der LED-Lichtquelle.

Große Betreiber von Immobilien, welche einen langfristigen Betrieb gewährleisten müssen, haben diesen Umstand seit jeher moniert. Die Erfahrungswerte beim Einsatz selbst hochwertiger LED-Leuchten zeigen Ausfallraten von 0,2 % pro 1.000 Betriebsstunden, was sich nach 50.000 h auf ca. 10 % kumuliert. Der passende Ersatz dieser defekten Leuchten stellt die Betreiber vor große Herausforderungen. Die Leuchtenindustrie hat darauf bisher nur sehr zurückhaltend reagiert.

Aktuell findet bei diesem Thema jedoch ein Umdenken statt, das nicht zuletzt durch neue Regulierungen der EU befeuert wird. Die Hauptziele des Green Deals der EU sind CO2-Neutralität bis 2050 sowie die Vermeidung von Müll und Schadstoffen [1]. Mit diesen Zielen sind Wegwerfleuchten nicht vereinbar. Erste Schritte in diese Richtung sind in der neuen EU-Verordnung 2019/2020 verankert, welche die bisherigen Verordnungen zur umweltfreundlichen Gestaltung von Beleuchtungsprodukten ersetzt.

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Licht 1 | 2021

Erschienen am 25. Februar 2021