Planung
Licht 2 | 2019

Zukunftstrends der Beleuchtung

Neuer Trilux Licht Campus in Köln

Am 22. Januar 2019 erweiterte Trilux seinen Standort in Köln um den Trilux Licht Campus. Das viergeschossige Gebäude wurde in Zusammenarbeit mit GRAFT Architekten, Berlin konzipiert.

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Abb.: In den Räumen herrscht ein hoher Tageslichtanteil, der mit Leuchten und einer innovativen Lichtsteuerung kombiniert wird. Alexander Schwarz, Weimar/Lahn, www.schwarzlichtfotografie.de

Der Trilux Licht Campus ist Sitz der neu gegründeten Gesellschaft Trilux Lighting Solutions GmbH und wurde auf dem Gelände der bereits in Köln ansässigen Unternehmenstochter Oktalite errichtet. Auf insgesamt 2700 m2 verteilen sich Büroräume für rund 120 Mitarbeiter, Besprechungszonen und ein Showroom, der die Zukunftstrends der Beleuchtung erlebbar macht.

Aufgrund der offenen Bauweise, wirkt die erste Begegnung einladend und charakteristisch für die Unternehmenskommunikation. Direkt an die Empfangstheke schließt ein atriumähnlicher Treppenbereich an, der von einem effektvollen und multifunktionalen Lichtobjekt beleuchtet wird. Bereits an dieser Stelle wird dem Besucher vermittelt, dass professionelle Lichtsteuerung im Gebäude, und somit auch für das Unternehmen, eine signifikante Rolle spielt. Die umfassenden Beleuchtungsszenen des Präsentationsbereiches, der sich von der Theke aus über die gesamte Etage bis in das erste Obergeschoss erstreckt, sind über ein DMX-Protokoll verbunden und bieten somit mannigfaltige Steuerungsoptionen. Detailliert programmierte Sequenzen in Kombination mit passenden Audioeffekten zeigen dem Besucher die beinahe grenzenlosen Möglichkeiten der Steuerungstechnik und machen neugierig auf die präsentierten Details. Kernkompetenzen, wie Straßenbeleuchtung, Human Centric Lighting oder Lichtsteuerung in Lager- und Produktionsbereichen werden über interaktive und großvolumige Präsentationsflächen verdeutlicht. Der Besucher hat so die Möglichkeit, die vielfältigen Optionen einer professionellen Lichtsteuerung in einem spielerischen Umgang zu erfahren und zu verstehen. Abgerundet wird die Präsentation durch die virtuelle Begehung des geplanten Projektes mithilfe entsprechender 3-D-Brillen.

Abb.: Der atriumähnliche Treppenbereich wird von einem effektvollen und multifunktionalen Lichtobjekt beleuchtet. Alexander Schwarz, Weimar/Lahn, www.schwarzlichtfotografie.de
Abb.: Direkt- und Indirektes Licht sorgt in den Büroräumen für eine nutzerorientierte Beleuchtung. Alexander Schwarz, Weimar/Lahn, www.schwarzlichtfotografie.de

Die offene Gebäudekonstruktion setzt bewusst auf einen hohen Tageslichtanteil, der in den relevanten Dämmerungszeiten durch eine auf DALI basierte und an die KNX-Gebäudetechnik angeschlossene Lichtsteuerung unterstützt wird. Definiert durch die örtlichen Gegebenheiten orientiert sich die Lichtkurve am jeweiligen Sonnenstand und folgt diesem sowohl in der Farbtemperatur als auch in der Helligkeit. In allen Bereichen existieren zentral angeordnete Besprechungszonen mit einem Schwarm an dekorativen und an Stahlrohren abgehängten LED-Leuchten, die ebenfalls Bestandteil der HCL-Lichtsteuerung sind. Die Arbeitsplätze werden je nach Etage unterschiedlich illuminiert. Ein Bürotrakt wird bspw. komplett mit der leistungsfähigen Tischleuchte »Bicult« (> 5500 lm bei 100 lm/W) beleuchtet, die über einen lichtstarken Indirektanteil auch für die notwendige Grundbeleuchtung sorgt. Auf der nächsten Etage wiederum befinden sich die Pendelleuchten »Parelia«, die ebenfalls über getrennte Direkt- und Indirektanteile für eine nutzerorientierte Beleuchtung sorgen.

Abb.: Ein Sensor an der Präsentationswand erfasst den Besucher und lässt diesen die unterschiedlichen Lichtphasen durch »Abschreiten« des Tagesverlaufes erfahren. Alexander Schwarz, Weimar/Lahn, www.schwarzlichtfotografie.de

Weitere Informationen:

Bauherr: Trilux GmbH & Co. KG, Arnsberg, www.trilux.com

Architekt: GRAFT GmbH, Berlin, www.graftlab.com

Lichtplanung: jack be nimble, Berlin, www.jackbenimble.de

Text und Fotos: Alexander Schwarz, Weimar/Lahn, www.schwarzlichtfotografie.de

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 2 | 2019

Erschienen am 25. März 2019