Schlusslicht
Licht 8 | 2020

Unendliche Lichtkunst

Ein Licht-Mantra aus LEDs und Farbe

Die Künstlerin und Illustratorin Simona Petrauskaite eröffnet mit ihrer Kunst Einblicke in die Unendlichkeit. Im Zentrum ihrer Lichtkunst stehen Wiederspiegelungen und geometrische Muster.

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Abb.: »Code 121« wirkt wie ein großes Auge, das den Blick des Betrachters in die Unendlichkeit schweifen lässt. Simona Petrauskaite

Seit 2001 lebt die in Litauen geborene Künstlerin und Illustratorin Simona Petrauskaite in Deutschland, seit 2015 widmet sie sich mit ersten LED-Objekten dem Licht. Seitdem hat sich ihre Technik immer weiterentwickelt, sind die Lichtobjekte raffinierter geworden. Die Kunst selber wird dagegen immer abstrakter und konkret-konstruktiv. Im Spektrum der Künstlerin überwiegen heute reduzierte und geometrische Muster. Linien und Punkte dienen als Grundelemente, die Petrauskaite in ihre Technik der Reflektionen und Wiederholungen in ihre eigene, rätselhafte Bildsprache integriert.

Die Reflektionen von Farbtupfern, die auf mehreren Glasschichten aufgetragen werden, wiederholen sich und erzeugen nahezu illusorische Bilder. Sie spiegeln das persönliche Interesse der Künstlerin an Themen wie heilige Geometrie, Frequenzen, Moleküle, Licht, Materie oder Wahrnehmung wider. Die Spiegelungen der meist radial zentrierten Muster erinnern an ein Mantra, das erst durch die Wiederholung seine Wirkung entfaltet. Kein Wunder, dass Petrauskaite ihre letzte Ausstellung mit der Affirmation »Ich bin Licht« betitelte.

Weitere Informationen:

www.cube999.de

Fotos: Simona Petrauskaite

Autorin: Sabrina Quente, Redakteurin LICHT

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 8 | 2020

Erschienen am 26. Oktober 2020