Planung
Licht 2 | 2019

Sternenpark »Atlas Dark Sky«

Auf der Suche nach dem dunklen Himmel

Im Hohen Atlas in Marrokko gibt es noch Orte mit extrem wenig Lichtverschmutzung. Von diesem Umstand profitieren die Astronomen im Observatorium Oukaimeden, aber auch Flora und Fauna im benachbarten Nationalpark. Rund um Oukaimeden soll jetzt die von der International Dark Sky Association anerkannte International Dark Sky Reserve »Atlas Dark Sky« entstehen.

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Astronomen in der Wüste

Durch die zunehmende künstliche Beleuchtung wird der Blick auf den Sternhimmel inzwischen auch in abgelegenen Regionen unseres Planeten immer stärker verschleiert. Deswegen, aber vor allem aus klimatischen Gründen haben Profi-Astronomen ihre modernen Großteleskope inzwischen in entlegenen Wüstenregionen installiert. Dort können sie die teuren Geräte in viel mehr Nächten nutzen als beispielsweise in Mitteleuropa.

Einer dieser abgelegenen Standorte für die Himmelsbeobachtung liegt im Hohen Atlas in Marokko. 18 km nördlich oberhalb des Ortes Oukaimeden auf 2750 m Höhe befindet sich das gleichnamige Observatorium, das von der Universität Cadi Ayyad in Marrakesch betrieben wird. Mehrere Kuppeln beherbergen Fernrohre bis zu 60 cm Öffnung, die meist ferngesteuert betrieben werden und teilweise in internationale Kooperationsprojekte eingebunden sind. Allerdings sind die Beobachtungsbedingungen durch die zunehmende künstliche Beleuchtung der umliegenden kleinen Kommunen gefährdet, was sich bei einer falsch geplanten Umrüstung auf moderne LED-Technik massiv verschlechtern würde. Daher entstand die Idee, rund um das Observatorium ein Lichtschutzgebiet zu etablieren. Diese Initiative lässt sich mit den Zielen des Nationalpark Toubkal verbinden, der bereits 1942 errichtet wurde und bis zum Observatorium reicht.

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Licht 2 | 2019

Erschienen am 25. März 2019