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Licht 6 | 2022

Mehr Mitgliedsländer, einheitliche Standards

Die European Lighting Expert Association definiert die Lichtbranche neu!

Es begann mit einer großen Vision: Für alle Personen, die im Bereich Licht und Beleuchtung arbeiten, sollen europaweit die gleichen Bildungsstandards gelten. Dafür brauchte es ein qualitätsgesichertes, einheitliches Weiterbildungsprogramm mit festgelegten Lernzielen. Um dieses Programm zu entwickeln und zu etablieren, gründeten die Lichtgesellschaften Deutschlands (LiTG), Österreichs (LTG), den Niederlanden (NSVV) und der Schweiz (SLG) im Jahr 2016 die European Lighting Expert Association (ELEA).

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Das von der ELEA erarbeitete Weiterbildungsprogramm wird in jedem der beteiligten Länder inzwischen standardmäßig angeboten und richtet sich gleichermaßen an Einsteiger und Licht-Profis. Am Ende der modularen Weiterbildung können Interessierte die Prüfung zum European Lighting Expert (ELE) absolvieren. ELE ist ein geschützter Begriff und damit ein verlässliches Qualitätsmerkmal für die gesamte Branche.

Was zeichnet einen ELE aus?

ELEs sind absolute Vollprofis in Sachen Lichttechnik und Beleuchtungsplanung. Sie beherrschen die Fachsprache und wissen nicht nur was, sondern auch wie etwas zu tun ist. Außerdem können sie Beleuchtungsobjekte passgenau planen und ihre Kunden über energieeffiziente Lichtlösungen und Lichtmanagementsysteme beraten. Sie heben sich durch ihr umfängliches Know-How deutlich von ihrer Konkurrenz ab.

ELEA wird konstant größer und bedeutender

Inzwischen gibt es in allen Mitgliedsländern immer mehr Lichtexperten, die als ELE ausgezeichnet werden konnten. Und auch die ELEA wächst stetig: Zu den vier Lichtgesellschaften der Gründungsländer kamen die rumänische Lichtgesellschaft A.R.I. und kürzlich die dänische Lichtgesellschaft DCL dazu.

Die ELEA hebt mit ihren Qualitätsstandards die ganze Lichtbranche auf ein neues Level. Das Interesse an einer Mitgliedschaft ist entsprechend groß: Es werden bereits Gespräche mit weiteren interessierten Ländern und Organisationen geführt.

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Wie werde ich ELE?

1. Durch eine erfolgreich bestandene Prüfung: Die Prüfung zum ELE in Innen- und/oder Außenbeleuchtung besteht aus einer schriftlichen Projektarbeit und einer anschließenden mündlichen Prüfung. In beiden Prüfungsteilen werden die von der ELEA vorgegebenen Lernziele abgefragt. Die Prüfung kann bei der jeweiligen Lichtgesellschaft des eigenen Landes absolviert werden. Auch wenn der vorherige Besuch einer Weiterbildung nicht für die Prüfungszulassung verpflichtend ist, empfiehlt es sich, das eigene Wissen vorab aufzufrischen und zu ergänzen. Eine optimale Vorbereitung garantieren die Weiterbildungsmodule der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft e.V. (LiTG), die speziell nach den Anforderungen der ELEA errichtet wurden.

Wer sich einen der begehrten Weiterbildungsplätze sichern will, muss schnell sein: Weiterbildungsseminare im Bereich Innenbeleuchtung starten bereits im September 2022. Seminare zur Außenbeleuchtung finden ab Januar 2023 statt. Die nächste Prüfung zum ELE – Interior Lighting steht im März 2023 an.

2. Durch ein entsprechendes Studium: Seit Februar 2022 können sich Absolventen von Licht-Studiengängen direkt als ELE für Innen- und/oder Außenbeleuchtung auszeichnen bzw. registrieren lassen. Voraussetzung hierfür ist das Studium an einer von der ELEA anerkannten Hochschule.

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Licht 6 | 2022

Erschienen am 25. August 2022