Planung
Licht 1 | 2020

Marken-Brillen im Rampenlicht

Leuchtende Warenpräsentation bei Selfridges Opticians

Das Londoner Luxuskaufhaus Selfridges hat sein Sortiment um eine exklusive Brillenabteilung erweitert. Auf 372 m2 Verkaufsfläche werden Brillen verschiedener Premium-Marken präsentiert. Die Beleuchtung von Nulty unterstreicht das hochwertige Interieur und schafft für die edlen Designermodelle die perfekte Bühne.

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Abb.: Mit Selfridges Opticians hat das Londoner Edelkaufhaus ein neues Warensegment in sein Sortiment aufgenommen. Das anspruchsvolle Beleuchtungskonzept ist bietet visuelle und gestalterische Qualität auf hohem Niveau. James French Photography www.jfrench.co.uk

Gute Sicht und individueller Lifestyle

Schon die Außengestaltung macht das Selfridges in London zu einem visuellen Hochgenuss. Die Schaufenster ähneln eher einer Kunstgalerie und verheißen effektvoll ein extravagantes Einkaufserlebnis. So zelebriert die Accessoiresabteilung von der Kelly-Bag bis zum Chanel-Gürtel alles, was das Herz der betuchten Klientel höherschlagen lässt. Jüngster Zugewinn ist eine Verkaufsfläche für hochwertige Brillen. Mit dem Sunglasses & Opticians Space, so verlautbart der der schicke Einkaufstempel an der Oxford Street, verfügt man jetzt über die weltweit größte Verkaufsfläche für exklusive Accessoires. Nur hochwertige Materialien wie Terrazzo, Edelhölzer und Kupferverkleidungen wurden im harmonischen Zusammenspiel eingesetzt, um für die Brillen ein luxuriöses Verkaufsambiente zu kreieren. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten Alex Cochrane Architects entwickelte Nulty das Beleuchtungskonzept für den neuen Bereich. LED-Lichttechnik von Applelec, Viabizzuno und Crescent übernimmt die unterschiedlichen Beleuchtungsaufgaben. Ziel der Lichtgestaltung war die perfekte Produktpräsentation sowie ein hochwertiges Lichtambiente, natürlich sollte die Beleuchtung den anspruchsvollen visuellen Anforderungen in jedem Bereich absolut blend- und schattenfrei gerecht werden.

Abb.: Die unterschiedlichen Displays werden mit hochwertiger LED-Lichttechnik bespielt. Teilweise hat jede Brille ihre eigene kleine Bühne. James French Photography www.jfrench.co.uk
Abb.: Terrazzo, Edelhölzer und Kupferverkleidungen definieren die Materialwelt von Selfridges Opticians. Ergänzt um sparsame Farbakzente entsteht ein Interieur mit Understatement, das die Markenbrillen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. James French Photography www.jfrench.co.uk

Leuchtende Regale und Vitrinen

Displays, Vitrinen und Regale leuchten durch integrierte Lichtquellen von innen heraus und setzen jede einzelne Brille gekonnt ins Rampenlicht. Im mittleren Verkaufsbereich wechseln sich vertikal aufgebaute Regaleinheiten und Terrazzoblöcke mit horizontalem Display ab.

Die horizontale Präsentationsfläche der Blöcke zeigt sich als komplett hinterleuchtetes Paneel von Appelec. Umlaufend in den Randbereich integrierte Lichtquellen übernehmen die homogene Ausleuchtung dieser Light Sheets. Die Wandelemente, die die Brillenabteilung innerhalb der Accessoiresabteilung als eigenen Bereich markieren, bestehen aus unterschiedlichen, harmonisch aufeinander abgestimmten Displays. In den Regaleinheiten in Terrazzo-Ausführung werden die Waren durch eine unsichtbare Kanteneinspeisung mit Lichttechnik von Viabizzuno ins beste Licht gerückt. Sie strahlt völlig blendfrei nach unten hin ab.

Farbenfroh ergänzt wird diese Präsentationsform durch einige Acryldisplays in Grün und Orange. So formieren sich Dreiecksdisplays von Acrylglasspezialist Perspex in einem oktaderförmigen Wandausschnitt zu einem Raster. Jede Brille hat hier ihre eigene kleine Bühne, deren Boden aus einem weißen Lichtpaneel von Applelec besteht, das von innen heraus sanft illuminiert wird. Einen weiteren Farb-Akzent setzt ein in die Terrazzo-Wand integriertes Regal aus grünem Plexiglas, das als sanft hinterleuchteter Eyecatcher in jedem einzelnen Fach ein Brillenmodell präsentiert.

Ein weiterer Teil der hichwertigen Produkte wird in übereinandergestapelten Kupfervitrinen ausgestellt. Eine Kombination von schmalen LED-Linearleuchten mit präzise ausgerichtetem Abstrahlwinkel und kleinen Spotlights, beide von Viabizzuno, inszenieren hier die Brillenmode und rücken die Materialität der Displays ins beste Licht.

Die Lichtintensität wurde in allen Displays präzise aufeinander abgestimmt, so dass ein stimmiges, harmonisches Gesamtbild entsteht.

Abb.: Vitrinen mit Kupferoberflächen nehmen die extravaganten Designergestelle auf. Die LED-Lichttechnik fügt sich dezent in das Möbel ein und beweist bei minimalen Abmessungen ihr lichttechnisches Potential. James French Photography www.jfrench.co.uk

Viele Optionen für Optiker und Kunden

Mehere Lichtkomponenten schaffen in den Räumen zur Augenvermessung die nötige Flexibilität für die verschiedenen Tätigkeiten der Optiker und das Wohlbefinden der Kunden. Kleine Downlights von Lucent Lighting und LED-Lichttechnik von Crescent sorgen hier für eine stimmige Beleuchtung, die zugleich eine ruhige und entspannte Atmosphäre schafft. Über eine anwenderfreundliche Steuerung kann der Optiker das gewünschte Beleuchtungslevel während der Augenvermessung leicht einrichten, und dank der integrierten Voutenbeleuchtung mit Lichttechnik von Crescent bleibt immer ein gewisses Beleuchtungsniveau vorhanden, auch wenn die übrigen Lichtquellen während der Untersuchung heruntergedimmt sind.

Übergreifendes Konzept für die Decke

Im gesamten Deckenbereich der Assecoiresabteilung erfolgt die Beleuchtung durchgängig über eine Kombination von Stromschienenstrahlern und Pendelleuchten von Viabizzuno. Dieses Beleuchtungsschema wurde vom Architekten David Chipperfield konzipiert, der für die Neugestaltung des Osteingangs des Selfridges verantwortlich zeichnete. Die Lichtlösung von Nulty kreiert eine luftige Ästhetik in der hochwertigen Brillenabteilung. Die Beleuchtung untermalt die luxuriöse Verkaufsatmosphäre im Londoner Shopping-Tempel und erfüllt zugleich blend- und schattenfrei anspruchsvollste Sehaufgaben.

Abb.: Die gesamte Accessoiresabteilung wird einheitlich über die Decke illuminiert. Rasterförmig angeordnete Downlights übernehmen die Funktionalbeleuchtung, während abgependelte Kugelleuchten neben ihrer Beleuchtungsaufgabe zusätzlich gestalterische Akzente setzen. Das Konzept stammt vom Architekten David Chipperfield, der die vormals getrennten Gebäude des Selfridges an der Oxford Street und der Duke Street durch eine neue Eingangssituation miteinander verbunden hat. James French Photography www.jfrench.co.uk

Weitere Informationen:

Projektfertigstellung: 2018

Lichtplanung: Nulty, www.nultylighting.co.uk

Leuchtenhersteller: Applelec, www.applelec.com | Crescent Lighting Ltd, www.crescent.co.uk | Lucent Lighting Ltd, www.lucent-lighting.com | Viabizzuno, www.viabizzuno.com

Fotos: James French Photography www.jfrench.co.uk

Autorin: Katrin Labus, Niederlande

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 1 | 2020

Erschienen am 31. Januar 2020