Design
Licht 7 | 2020

Lichtreflexe auf der Glaswolke

Leuchte »Cloud« von Isabel Hamm

Shops in Kitzbühel oder München, das ZDF-Studio und ein Medienclub in London, Residenzen der Schweizer Botschaften in Athen und Teheran sowie Clubs, Restaurants, Hotels und exklusive Privathäuser weltweit – die handgefertigten Leuchten und Lüster von Isabel Hamm sind in vielen Locations ein exklusiver Eye-Catcher.

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Abb.: Einige der Glaskugeln werden von innen beleuchtet und erzeugen so Reflexe auf den anderen Kugeln. Für eine gute Ausleuchtung auf dem Tisch sind im Rahmen verdeckt Reflektoren installiert, die gerichtet nach unten abstrahlen. Foto: Christian Schaulin Christian Schaulin

Die oft groß dimensionierten Arbeiten der in Köln lebenden Designerin werden aus filigranen Glaselementen individuell gefertigt. Die meisten Projekte entstehen als Sonderleuchten für einen konkreten Ort. Isabel Hamm arbeitet dabei eng mit verschiedenen Architekturbüros und Innenarchitekten zusammen, wie etwa Gogl Architekten, Iria Degen, Ippolito Fleitz oder Make Architects.

Isabel Hamm Licht ist als Firma bewusst klein geblieben. So sichert sie Flexibilität und Exklusivität, um individuell auf Kundenwünsche eingehen zu können und ihren Produkten und Entwürfen einen immer authentischen, handwerklichen Touch zu verleihen. Lichtplaner und Architekten wissen zu schätzen, dass ihre Leuchten explizit auf ihre Projektanforderungen hin entstehen und als unverwechselbare Originale einzigartig sind.

Licht aus Handwerkerhand

Zunächst als Keramikerin ausgebildet betrieb Isabel Hamm rund zehn Jahre lang eine eigene Werkstatt in Köln, bevor sie 1996 am Royal College of Art in London einen Masterstudiengang begann und dort erstmalig mit Glas in Verbindung kam. Neben mundgeblasenem Glas (Hüttenglas) ist es vor allem Borosilikatglas, auf das sich die Entwürfe stützen. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit einem kleinen Team aus selbständigen Handwerkerinnen und Handwerkern aus der näheren Umgebung.

Bei der skulpturalen Leuchte »Cloud« bilden Glaselemente mit Kugeln in unterschiedlichen Durchmessern eine »Wolke«, die sowohl Volumen als auch Luftigkeit schafft. Einige Glaskugeln sind von innen beleuchtet und erzeugen so Reflexe auf den anderen Kugeln. Die Glaswolke ist auch bei Tageslicht, ohne eingeschaltet zu sein, ein starkes Objekt, das präsent ist, ohne aufdringlich zu wirken. Der Rahmen der Cloud kann in unterschiedlichen Längen oder rund, in gebürstetem Edelstahl, Messing geschliffen oder brüniert hergestellt werden. Für eine gute Ausleuchtung auf dem Tisch sind im Rahmen verdeckt Reflektoren installiert, die gerichtet nach unten abstrahlen.

Abb.: Glaswolke »Cloud« aus frei geformten Elementen, von denen einige beleuchtet sind. Rahmen in gebürstetem Edelstahl oder brüniertem Messing. Foto: Sabrina Rothe Sabrina Rothe

Weitere Informationen:

Isabel Hamm Licht, Köln, www.isabel-hamm-licht.de

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Licht 7 | 2020

Erschienen am 25. September 2020