Design
Licht 7 | 2020

Licht im Home Office

Neue Konzepte für das Arbeiten zu Hause

Wie wird sich in Zukunft der Arbeitsplatz im heimischen Umfeld entwickeln? Räumliche Lösungen sollten individuelle Bedürfnisse berücksichtigen, funktionale und zugleich ästhetische Anforderungen erfüllen. Die LICHT-Redaktion stellt drei Entwürfe von Nachwuchs-Talenten vor, die für ihr zukunftsorientiertes Design bereits ausgezeichnet wurden.

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Abb.: Durch die Radsätze wird Leuchte »360° Webcam LED Stand« einfach in Höhe und Länge angepasst. Die »Truecolor«-Technologie der Kamera sorgt für ein gutes Bild, das HiFi-Mikrofon liefert den Ton. Foto: Sungsu Park Sungsu Park

Wie gut fügt sich das Design einer Arbeitsleuchte in das wohnliche Ambiente, kann sie eventuell Zusatzfunktionen liefern, die die Nutzung noch attraktiver oder angenehmer macht? Jungdesigner setzen sich mit diesen Fragen auf innovative Weise auseinander.

»360° Webcam LED Stand«, Sungsu Park

Sungsu Park hat Produktdesign an der der Hongik Universität in Seoul, Südkorea studiert, er führt sein eigenes Studio, ID Design. Seine Leuchte »360° Webcam LED Stand« verbindet Arbeitslicht mit einer Webkamera, um digitale Inhalte für Social Media-Kanäle zu generieren. Leuchte »360° Webcam LED Stand« kann um 360° gedreht werden und besitzt eine integrierte Kamera, die in einer HD-Qualität bis zu 1080p (Full HD) aufnehmen kann. Für eine bessere Lichtqualität setzt Sungsu Park RBGW-LED-Streifen ein. Die Leuchte ist in Höhe und Länge stufenlos einstellbar und passt sich jedem Nutzer individuell an. Für den Entwurf gewann Sungsu Park den »Iron A‘Design Award 2020« in der Kategorie »Lighting Products and Lighting Projects Design«.

Abb.: »360° Webcam LED Stand« verfügt über eine automatische Fokussierung und liefet Aufnahmen von nahen bis hin zu weiten Entfernungen. Große Bereiche erfasst sie durch eine Präzisionsglaslinse. Foto: Sungsu Park Sungsu Park

»Circle«, Kasimir Göller

Kasimir Göller studiert an der HfG Hochschule für Gestaltung in Offenbach Industrie- und Produktdesign. Das Konzept zu LED-Leuchte »Circle« ist als freies Projekt entstanden. Die Besonderheit seines Entwurfs liegt im frei rotierbaren Leuchtenkopf: dank stromleitender Kupferschienen ist dessen Beweglichkeit unbegrenzt. Die Leuchtenarme erlauben einen horizontal ausgerichteten Schwenkradius von 180 Grad, ein integrierter Zugfeder-Mechanismus sorgt für die nötige Spannung und hält sie stabil. »Circle« ist einer der Gewinner des Wettbewerbs »Design Plus powered by Light + Building (young professionals) 2020«.

Abb.: Die Armgelenke von »Circle« sind um 180 Grad schwenkbar, am Fuß um 360 Grad. Die Leuchte lässt sich inklusive rotierbarem Leuchtenkopf je nach Arbeitssituation in jede Position ausrichten. Foto: Kasimir Göller Kasimir Göller

Abb.: Der Kreis ist das prägende Gestaltungselement von Leuchte »Circle«. Der LED-Leuchtenkopf ist über zwei Achsen frei rotierbar, stromleitende Kufperschienen erlauben diese Beweglichkeit. Foto: Kasimir Göller Kasimir Göller

»Halo«, Matteo Bauer-Bornemann

»Halo« wirkt durch ihre technisch anmutende Konstruktion eher als Schreibtischleuchte, doch im wohnlichen Arbeitsumfeld übernimmt sie vielmehr die ebenso wichtige Aufgabe, eine atmosphärische Stimmung zu schaffen. Jungdesigner Matteo Bauer-Bornemann hat sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (HFBK) 2018 abgeschlossen. Bei »Halo« wird das Licht selbst zur gewünschten Stelle ausgerichtet, die Lichtquelle am Fuß der Leuchte bleibt stets in der gleichen Position. An den Gelenken befinden sich Spiegel aus hochglanzpoliertem Edelstahl. Die exakte Lenkung erfolgt durch den Einsatz einer sehr kleinen High Power-LED und zwei genau abgestimmte Linsen. Der Entwurf zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs »Design Plus powered by Light + Building (young professionals) 2020«.

Abb.: Das Design von Leuchte »Halo« ist durch die kreisförmigen Spiegel geprägt, darauf abgestimmt sind Sockel, Gelenke und Arme. Die Konstruktion bleibt matt schwarz, um störende Reflexionen zu vermeiden. Foto: Götz Sommer Götz Sommer

Abb.: »Halo« könnte direkt auf die Arbeitsplatte und indirekt in den Raum strahlen. Das Licht wird von Spiegel zu Spiegel reflektiert, je nach Positionierung wird nicht immer das ganze Licht eingefangen. Foto: Götz Sommer Götz Sommer

Weitere Informationen:

Sungsu Park, www.behance.net/fkdltmdnjs38a6

Kasimir Göller, ((??? folgt ???))

Matteo Bauer-Bornemann, www.instagram.com/matteo_bauer_bornemann

Design Plus powered by Light + Building, www.light-building.messefrankfurt.com

A‘ Design Award, www.competition.adesignaward.com

Autorin: Andrea Mende, freie Redakteurin, Leipzig

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 7 | 2020

Erschienen am 25. September 2020