Ausbildung & Beruf
Licht 5 | 2021

Ich pack mir meine Leuchte ein

Faltbar und mobil – »Petrolight« gewinnt LUXI 2020, Nachwuchspreis Leuchte

To-Go ist nicht nur in diesen Zeiten in aller Munde. Viele Leuchtendesigner und -hersteller haben sich bereits intensiv mit dem Thema portabler Akkuleuten auseinandergesetzt. Der Student Julian Kemptner geht noch einen Schritt weiter und entwarf eine mobile Leuchte zum Zusammenfalten und Mitnehmen. Die raffinierte Idee überzeugte die Jury des letztjährigen LUXI-Wettbewerbs.

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Abb.: »Petrolight« lässt sich einfach ausklappen und entlang der Alu-Schiene hochziehen. Die Schalen sind aus feinstem Nussbaumholz gefertigt. Über die Stoffhaut entfaltet die mobile Leuchte ihren weichen Lichtschein. Julian Kemptner
Abb.: »Petrolight« lässt sich einfach ausklappen und entlang der Alu-Schiene hochziehen. Die Schalen sind aus feinstem Nussbaumholz gefertigt. Über die Stoffhaut entfaltet die mobile Leuchte ihren weichen Lichtschein. Julian Kemptner
Abb.: »Petrolight« lässt sich einfach ausklappen und entlang der Alu-Schiene hochziehen. Die Schalen sind aus feinstem Nussbaumholz gefertigt. Über die Stoffhaut entfaltet die mobile Leuchte ihren weichen Lichtschein. Julian Kemptner

Die Akkuleuchte »Petrolight« fordert ihre Nutzer dazu auf, Hand anzulegen: Eine Stoffhaut, die zwischen zwei edlen Holzschalen verborgen ist, lässt sich mit wenigen Handgriffen in eine mobile Laterne verwandeln. Ihre unterschiedlichen Materialien und Formen schaffen Kontraste und machen die Nutzung intuitiv. Der stabile Metallrahmen ist Tragegriff und gleichzeitig Führungsschiene für die Holzschalen, die wiederum Stauraum für die Stoffhaut der Leuchte bieten. Der Stoff bricht das Licht und erzeugt so einen angenehmen Lichtkegel und verleiht der Leuchte eine formschöne Silhouette.

Konstruktion und Materialität

»Petrolight« zeigt ein spannendes Zusammenspiel von harten und weichen Materialien. Im geschlossenen Zustand wirkt es unscheinbar und ist nicht eindeutig als Leuchte erkennbar. Erst durch den Benutzer entfaltet sie ihr weiches Volumen und beginnt zu leuchten. Die harte Schale ist aus feinstem Nussbaumholz gefertigt. Dem gegenüber steht die weiche Stoffhaut. Gehalten wird die Leuchte von einem Aluminiumbügel. Der Leuchtkörper beinhaltet akkubetriebene LEDs und funktioniert komplett autark. So kann man sie am Tag mit Sonnenenergie laden und künstliches Licht in der Nacht »abrufen«. Aktuell ist die Leuchte mit einem hohen maschinellen Fertigungsanteil geplant, dadurch können auch höhere Stückzahlen ohne Probleme gefertigt werden.

Julian Kemptner, Student an der Fachakademie für Raum- und Objektdesign in Garmisch-Partenkirchen, hat mit seiner pfiffigen Idee das Prinzip der Akkuleuchten neu gedacht und mit dem Retro-Chic der Leuchte den Nerv der Zeit getroffen. Man möchte die wertige Leuchte nicht nur optisch, sondern auch haptisch erfahren – und damit hat sie das Ziel des jungen Designers voll erfüllt. Zusammen mit vier weiteren Gewinnern in unterschiedlichen Kategorien erhielt Julian Kemptner ein Preisgeld in Höhe von 500,- Euro, eine LUXI-Urkunde und reichlich Resonanz in der Fach- und Publikumspresse.

Weitere Informationen:

Video und weitere Infos: https://url.rpv.media/37j

Fotos: Julian Kemptner

LUXI 2021 – Anmeldefrist bis 30. Juni 2021 verlängert!

Übrigens: Für den diesjährigen LUXI 2021 kann man sich noch bis zum 30. Juni anmelden. Eine formlose Mail an luxi@lichtwoche-muenchen.de reicht aus. Der Einsendeschluss für alle Unterlagen ist am 27. August 2021. Wie man im Fall von Juline Kemptner sieht, es lohnt sich!

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 5 | 2021

Erschienen am 25. Juni 2021