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Licht 6 | 2019

»Hamburger Aufruf zur Zukunft Licht« – Positionen für das Licht der Zukunft

Impulse der Großen Zukunftskonferenz LICHT (ZK19) der LiTG

Die Große Zukunftskonferenz LICHT (ZK19) der LiTG am 15. und 16. Mai 2019 in Hamburg stattfand brachte mehr als 170 Teilnehmer aus Forschung und Wirtschaft zusammen, um in sechs Zukunftsforen und im abschließenden Podium of Future potenzielle Best- und Worst-Case-Szenarien für die Zeiträume 2030 und 2050 zu diskutieren. Als Ergebnis haben die Initiatoren und der engere Beirat der ZK19 basierend auf den Diskussionsergebnissen den »Hamburger Aufruf zur Zukunft Licht« niedergeschrieben.

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Die ZK19 ist genauso wenig selbstverständlich, wie es die Zukunft an sich ist. Nachdem Prof. Khanh und der LiTG-Vorstand Ulf Greiner Mai am 05.05.2017 erstmals die Vision zur Idee werden ließen, durch eine ganz andere als die klassischen Lichtkonferenzen neue Impulse zu setzen, hatte die weitere Vorbereitung dazu hohe Hürden zu überwinden. Letztlich stimmte auch der Vorstand der LiTG dem Konzept in letzter Minute zu und unterstützte die ZK19 durch ungezählte ehrenamtliche Aktivitäten im Vorfeld und während der Veranstaltung selbst. Es hat sich für alle gelohnt: Aus der Vision wurde eine Mission für alle, die die ZK19 vorbereiteten und die dabei waren. Die LiTG hatte diejenigen nach Hamburg gerufen, die eher vom »Rande des Lichts« kommen und auch die Experten, deren Zentrum das Licht seit jeher war. Die Resonanz der über 170 Teilnehmer war euphorisch bis überwältigend. 43 Referenten boten 44 Vorträge mit einer Gemengelage aus paritätischen 50% Forschung und 50% Wirtschaft und anderer Dienstleister. Die Ideengeber und Vorbereiter hatten sich von Anfang nicht angemaßt, Zukunft bestimmen zu wollen. Die ZK19 wollte eine Botschaft in die Welt tragen, nach der Licht ein unabdingbarer Teil der Lebenskultur ist und einen hohen gesellschaftlichen Wert hat. Mit Licht sollte künftig, so die Ideengeber, sorgsamer umgegangen werden, um das Licht – wie wir es meinen – nicht zu verlieren. Die ZK19 bot jede Menge – wörtlich genommen – »steiler« Zukunftscases in insgesamt sechs Zukunftsforen mit den Schwerpunkten: Licht und der Tag, Licht in Architektur, Städtebau und Planung, Licht und seine Technik, Licht und Technologie, Licht und Dunkelheit und Licht und seine Wirkungen auf den Menschen. Die Zusammenfassungen (Summaries) aller Foren wurden auf ein vergleichbares informatives Level gebracht und durch die Moderatoren als Zukunftsszenarien auf der ZK19 vorgetragen, so dass im Ergebnis dessen der »Hamburger Aufruf« formuliert werden konnte. Dieser spricht mit neuen, eindringlichen und allgemein verständlichen Worten alle an, die nachhaltig mit Licht umgehen und dieses zukunftsfähig gestalten wollen. Damit multipliziert kann nun – so das Ziel der Teilnehmer – in die Welt getragen werden, welche Ansätze und Ziele auf der ZK19 mehrheitlich und vor allem quer durch alle Fachdisziplinen und Interessengruppen vertreten wurden, um Licht als Lebenskultur und gesellschaftlichen Wert angemessen und zukunftsfähig zu würdigen.

PRÄAMBEL: Nach der ZK19 ist gerade nicht das Ende der Zukunft. Die LiTG wird nach der ZK19 »Zukunftsworkshops« installieren als weiterführende Zukunftsplateaus. Dazu ist auch die Lichtindustrie eingeladen. Kommen müssen die Firmen und Interessierte aber von selbst. Genauso, wie es zur ZK19 bereits von vielen kleinen Firmen und vermeintlichen Fremdfirmen – was das Licht betrifft – vorgemacht wurde. Wer die Zukunft tragen wird, wird sich womöglich nicht nur an den »Zukunftsworkshops« der LiTG festmachen, aber man wird daran auch nicht vorbeikommen.

Abb.: Den vollständigen »Hamburger Aufruf zur Zukunft Licht« finden Sie auf www.lichtnet.de und https://zukunftskonferenz-licht.de

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Licht 6 | 2019

Erschienen am 26. August 2019