Planung
Licht 2 I 2020

Eleganz statt Elefant

Herend-Porzellan setzt im Flagshipstore auf LEDs und DALI

Feinstes Porzellan in edler Atmosphäre – die ungarische Porzellanmanufaktur Herend ist bekannt für traditionelle Handwerkskunst und exklusive Sammlerstücke. Um die handgefertigten Unikate noch besser zur Geltung zu bringen, ist der Herend-Store in Budapest mit einer neuen Beleuchtungslösung ausgestattet worden. Mithilfe von Tridonic-LED-Technologie setzten der ungarische Leuchtenhersteller Oleant und Architekt Marcell Benson die Lichtlösung um – und das Porzellan gekonnt in Szene.

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Abb.: Stores für Herend-Porzellan gibt es im Raffles Hotel in Singapur, im Hotel Adlon in Berlin und in München. Der Flagshipstore mit dem größten Angebot aber ist in Budapest zuhause. Herend

Unikate in neuem Licht

Die 1826 in Herend gegründete Manufaktur ist Ungarns älteste und größte Porzellanmanufaktur und zählt heute zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa. Schon früh fand Herend berühmte Abnehmer: Königin Victoria, Kaiser Franz Joseph sowie die Familien Esterházy, Batthyány, Rothschild und Apponyi gehörten zu den Kunden. Tradition steht für die Manufaktur an erster Stelle: Alle Produkte werden auch heute noch nach alten Vorlagen hergestellt, darunter Porzellan-Service, Figuren, Schmuckteller und Ornamente.

Um die handgefertigten Unikate so zu präsentieren, dass sie ihre einzigartige Wirkung entfalten können, wurde im Budapester Store eine neue Lichtlösung installiert. Die Manufaktur suchte nach einem hochwertigen, individuellen Beleuchtungsdesign, das sich gut in die Gestaltung des Raumes einfügt und nicht von den edlen Exponaten ablenkt. Zudem sollten flexible Lichtsteueroptionen für die stets bedarfsgerechte Konfiguration des Lichts sorgen.

Eleganz mit dem Blick fürs Wesentliche

In Zusammenarbeit mit dem Architekten Marcell Benson entwickelte der ungarische Leuchtenhersteller Oleant ein entsprechendes Beleuchtungskonzept. Tridonic LED-Module und -Treiber erwiesen sich dabei als optimale Lichtkomponenten für die Gestaltung und Steuerung der Lösung.

Der Hauptsalon verfügt über eine Komposition aus vier Lichtringen, bestehend aus den Leuchten »Oleant Olala«. Im repräsentativen, runden Ausstellungsraum verbreitet die große, ovale »Oleant Eclipse« angenehmes Licht. In beiden Leuchten kommen die Tridonic-LED-Engines »LLE FLEX« und Tridonic-Treiber der Premium-Serie mit ihrer one4all-Schnittstelle zum Einsatz.

»Elegant aber dennoch unaufdringlich und zurückhaltend – die neue Beleuchtungslösung ist eine wunderbare Ergänzung für unseren Shop, die den Fokus nicht von unseren eigenen Produkten ablenkt«, freut sich Chefingenieur József Dávid von Herend. Neben der perfekten Lichtinszenierung der Produkte ist die moderne LED-Lösung klima- und ressourcenschonend: Bei einem durchschnittlichen täglichen Betrieb von 10 Stunden erzielt sie Einsparungen von 5.843 kW/h und vermeidet CO2-Emissionen von 603 kg pro Jahr – das entspricht einer Reduzierung von über 80% im Vergleich zur Altinstallation.

Abb.: Die neue Lichtlösung beeindruckt mit ihrer Ästhetik, aber auch mit ihrer, im Vergleich zur Altanlage, um 80% gesteigerten Effizienz. Herend
Abb.: Als Lichtquellen in den großen Ringleuchten dienen LED-Light-Engines vom Typ »LLE Flex«. Dabei handelt es sich um flexible LED-Streifen mit einer Moduleffizienz bis zu 120 lm/W und kleinem Teilungsabstand. Herend
Abb.: Der Flagshipstore präsentiert auf drei Stockwerken mehr als 15.000 Produkte. In diesem ovalen Raum nehmen Vitrinen die gesamte Wandfläche ein. Beleuchtet wird er – passen zum Grundriss – von einem elliptischen Leuchter. Herend
Abb.: Eine Formation aus vier Lichtringen wurde über dem Treppenauge abgependelt. Herend

Weitere Informationen:

Bauherr: Herend, Budapest, https://herend.com

Leuchtenhersteller: Oleant, www.oleant.com

LED-Module und -Treiber für die Ringleuchter: Tridonic, Dornbirn, www.tridonic.com

Fotos: Herend

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 2 I 2020

Erschienen am 28. Februar 2020