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Licht 4 | 2019

Eine holistische Lösung

Zirkadiane Beleuchtung auf der Intensivstation

Die Beleuchtung in Krankenhäusern muss gute Sehbedingungen und eine angenehme Atmosphäre schaffen. Zudem belegen wissenschaftliche Studien, dass eine zirkadiane Beleuchtung mit wechselnden Farbtemperaturen und Lichtintensitäten signifikanten Einfluss auf die biologischen Prozesse im Körper nimmt und sich positiv auf den Genesungsprozess der Patienten auswirken kann. Eine dem Tagesverlauf angepasste Beleuchtung wird zur wichtigen Orientierung für die innere Uhr, unterstützt die Schlaf- und Wachphasen und hilft bei der Strukturierung des Tages.

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Evidenz aus systematischer Forschung

Auf dem Gebiet des Human Centric Lighting nimmt Dänemark eine Führungsposition ein. Bereits 2013 begannen die Universitätskliniken Kopenhagen und Aarhus ihre Zusammenarbeit mit dem dänischen Unternehmen Chromaviso. Ziel der Kooperation war die Entwicklung zirkadianer Beleuchtungslösungen und die Erforschung ihrer Wirkungen auf Patienten. Im Sommer 2017 veröffentlichte das dänische Nationalkrankenhaus Rigshospitalet eine Studie über den positiven Einfluss zirkadianer Beleuchtung auf Depressionen, Müdigkeit und Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus bei stationären Patienten. Basierend auf diesen Forschungsergebnissen entwickelte Chromaviso ein Konzept, das auf gesundheitsfördernde Beleuchtungslösungen ausgerichtet ist. Die Lösungen des Beleuchtungsexperten kommen bereits in 90 Krankenhäusern zum Einsatz und sind bedarfsorientiert an die unterschiedlichen Fachbereiche mit den jeweils unterschiedlichen Arbeitsabläufen angepasst.

Zirkadianes Licht für die Intensivstation

In Schweden installierte die Hudiksvall Klinik im Jahr 2015 als erstes Krankenhaus eine Lichtlösung von Chromaviso. »iChroma Zenit« kommt auf der Intensivstation zum Einsatz, um besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können und um zugleich die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal zu verbessern. Die zirkadiane Beleuchtung zeigte nach kürzester Zeit einen positiven Effekt, nicht nur bei den Patienten, sondern auch beim Pflegepersonal, das anspruchsvolle Arbeit im 3-Schicht-System leistet und oftmals über Schlafstörungen klagte. Laut einer Umfrage ließ sich bei den Patienten wie auch beim Personal ein stark verbesserter Schlafrhythmus feststellen.

Auf der Intensivstation simuliert »iChroma Zenit« den natürlichen Tageslichtverlauf von einer sanften Morgenstimmung über helles Mittagslicht bis hin zum Einbruch der Dunkelheit. Zusätzliche Funktionen wie Sound-Masking und Musiktherapie sind in die Lösung integriert und sollen zu einer entspannten Atmosphäre beitragen. Die Lichtlösung ist durchgängig auf der gesamten Intensivstation installiert und sorgt in den Überwachungsräumen, Arbeitszonen, Patientenzimmern und Fluren für optimale Lichtverhältnisse, die stets höchste Sicherheit gewährleisten.

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Patientenorientierte Lichtsettings

Dabei wurden die unterschiedlichen Lichtszenarien in engem Austausch mit dem Pflegepersonal evaluiert. So können besonders zur Nachtzeit für kurze Behandlungen oder Checks Settings abgerufen werden, die den Patienten so wenig wie möglich stören. Beispielsweise begrenzen engabstrahlende Spotlights die Lichtimmission auf den Bereich der Sehaufgabe bei bestimmten Behandlungsmaßnahmen oder rein warmtoniges Licht ohne Blauanteil soll eine nächtliche Aktivierung der Melatoninsuppression vermeiden. Die Beleuchtung auch an jedem Krankenbett individuell einstellbar und lässt sich so perfekt an die jeweiligen Bedürfnisse des Patienten anpassen.

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Fazit

Das Beleuchtungskonzept von Chromaviso ist das Ergebnis jahrelanger enger Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken Kopenhagen und Aarhus und den daraus resultierenden Forschungsergebnissen. Die Beleuchtung ist LED-basiert und in ein von Chromaviso entwickeltes Steuerungsprotokoll eingebunden. Besonders auf Intensivstationen, auf denen Patienten 24 Stunden lang Kunstlicht ausgesetzt sind, zeigt die zirkadiane Beleuchtung positive Auswirkungen auf den Genesungsprozess. Dabei gewährleistet das »Chroma Zenit«-Konzept in allen unterschiedlichen Bereichen hohe Flexibilität und ist über die an strategischen Stellen verteilten Steuerungsmodule stets nur einen Fingertipp entfernt.

Weitere Informationen:

Lichtplanung: Chromaviso, Aarhus (DK), https://chromaviso.com
Fotos: ??? Info komm noch
Autorin: Katrin Labus, Niederlande

Dieser Artikel ist erschienen in

Licht 4 | 2019

Erschienen am 24. Mai 2019