Planung
Licht 2 | 2019

Der Rhythmus des Lichts

Architekturlicht und Mediafassade für One Shenzhen Bay

One Shenzhen Bay vereint eine starke Präsenz im großen Maßstab mit wohldurchdachten Details, wenn es um das individuelle Wohlbefinden der Nutzer und ihr Alltagsleben geht. Im Jahr 2018 wurde der letzte Bauabschnitt des Stadtentwicklungsprojektes im südchinesischen Shenzhen fertiggestellt: Acht Hochhäuser erheben sich über einer abwechslungsreichen Sockelbebauung, in die raffiniert gestaltete Landschaftsarchitektur eingebettet ist. Die gesamte Außenbeleuchtung für das Projekt hat das Büro Licht Kunst Licht geplant.

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Neues Highlight in der Skyline

Noch im Jahr 1980 war Shenzhen eine von Reisfeldern und Austernfarmen umgebene Stadt mit etwa 30000 Einwohnern. Dann wurde die Region vor den Toren Honkongs zur Sonderwirtschaftszone erklärt und der Boom begann. Heute zählt die Megacity über 12 Millionen Bewohner und wächst – wie die sich permanent verändernde Skyline beweist – immer weiter. Seit 2018 zählt die Stadtsilhouette einen Skyscraper mehr, nämlich den 341 m hohen Tower von One Shenzhen Bay. Der jüngste Bauabschnitt des ambitionierten Immobilienprojektes in Küstennähe umfasst drei Wohntürme, sieben exklusive Stadtvillen, Shopping-Arkaden, Sport- und Kultureinrichtungen sowie natürlich das Hochhaus mit Büros, Wohnungen und einem Hotel. Verknüpft sind die Gebäude über eine bemerkenswert vielseitige Infrastruktur. Auf unterschiedlichen Höhen gestaffelt finden sich Zuwege, Promenaden, eine öffentliche Plaza, Gärten und Wasserspiele. Der terrassierte Sockel der Anlage mit seinen vielseitigen Nutzungen vermittelt zwischen den Hochhäusern und der Umgebung, schafft Platz für Grün und Raum für öffentliches Leben.

Umweltgerechte Architektur

Schon bei der Standortwahl und Festlegung der Ausrichtung sämtlicher Bauten von One Shenzhen Bay haben die Architekten vom Büro Kohn Pedersen Fox großes Augenmerk auf Sichtachsen, Ausblicke zur Bucht und zu den benachbarten Hügeln, aber auch auf die Beschränkung von Einblicken auf private Bereiche wie Balkone (teilweise mit Pool) und Dachgärten gelegt. Ein weiteres wichtiges Kriterium war der Ressourcen schonende Betrieb der Gebäude. Dies bildet sich in Solarkollektoren, Brauchwassernutzung und begrünten Dächern ab, aber die Gebäude sind auch so platziert und orientiert, dass die natürliche Belüftung gefördert und somit der Klimatisierungsaufwand minimiert wird. Horizontale Finnen an den Südfassaden und um die Gebäudeflanken umlaufende Balkone mit variierender Tiefe sorgen zudem für Beschattung. Das komplette Projekt wurde so geplant, dass es die hohen Anforderungen des LEED Gold Ratings erfüllen soll.

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Licht 2 | 2019

Erschienen am 25. März 2019